Tomas Manas ir Lietuva

Thomas Mann und die Litauen
(1875 – 1955)

(1929, 28 Jahre nach seinem Erscheinen, erhielt Thomas Mann für Buddenbrooks den Nobelpreis für Literatur)

Die Einleitung.
Er war ein Meister der Ironie und des literarischen Manierismus, schrieb Erzählungen und Romane, die das Ende des bürgerlichen Zeitalters spiegeln. Als Traditionalist stellte er sich bewusst in die Nachfolge des Bildungsbürgertums und von Dichtern wie Goethe und Fontane. Mit seinem gravitätisch-verschmitzen Stil verfügt er über ein unverkennbares Markenzeichen, das ihn populär machte. Bereits mit Mitte zwanzig veröffentlichte er den Familienroman Buddenbrooks, für deen er 1929 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Mit den während des Ersten Weltkriegs geschriebenen Betrachtungen eines Unpolitischen lieferte er eine eindrucksvolle Apologie des kaiserlichen Deutschlands im Moment seines Unterganges. Als politischer Essayist repräsentierte er die Hinwendung des Wilhelminischen Bürgertums zur Weimarer Republik und wurde, insbesondere in seinen Radioansprachen Deutsche Hörer!, die er aus dem amerikanischen Exil senden ließ, zu einem wortmächtigen Gegner des Nationalsozialismus. Besonders bedeutend ist sein umfangreiches Tagebuch, das private Ereignisse neben weltgeschichtlichen protokolliert. Sein älterer Bruder Heinrich unnd drei seiner sechs Kinder, Erika, Klaus und Golo, waren ebenfalls bedeutende Schriftsteller.

Die frühen Jahre

Paul Thomas Mann, der jüngere Bruder von Heinrich Mann (1871-1950), war Sohn des Kaufmanns und Lübecker Senators Thomas Johann Heinrich Mann. Seine Mutter Julia (geborene da Silva-Bruhns) wa

ar mütterlicherseits brasilianischer Herkunft. Aus der Ehe gingen noch die Kinder Julia (1877-1927, Freitod), Carla (1881-1910, Freitod) und Viktor (1890-1949) hervor. Die Familie zählte zu den ersten Kreisen Lübecks. Seine Kindheit hat Thomas Mann später als „gehegt und glücklich“ bezeichnet.

1891 starb Thomas Manns Vater an Blasenkrebs. In seinem Testament hatte er verfügt, Unternehmen und Wohnhaus in Lübeck zu verkaufen. Die Erlöse wurden angelegt. Seiner Frau und den Kindern standen die Zinsen für ihren Lebensunterhalt zu.

Thomas Mann konnte sich für den von ihm als stumpfsinnig empfundenen Schulunterricht nicht erwärmen, trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Begabung. Schon früh begann er zu schreiben und beteiligte sich 1893 mit Prosaskizzen und Aufsätzen an der von ihm mit herausgegebenen Schülerzeitschrift Der Frühlingssturm. Einen Brief an Frieda L. Hartenstein von 18889 unterschrieb der 14-Jährige mit: „Thomas Mann. Lyrisch-dramatischer Dichter“. 1894 verließ er als Obersekundaner das Katharineum zu Lübeck und ging nach München, wohin die Mutter schon ein Jahr zuvor mit den Geschwistern gezogen war.

Sein Vormund Krafft Tesdorpf, der seit dem Tod des Vaters für die noch nicht volljährigen Kinder bestellt war, bestimmte, dass Thomas nach dem Abgang von der Schule einen bürgerlichen Beruf ergreifen sollte. Dieser fügte sich und begann in einer Feuerversicherungsgesellschaft zu arbeiten. Die Bürotätigkeit – verrichtet am Stehpult – war langweilig un
nd anspruchslos. Der Anekdote, Thomas Mann sei während des Abschreibens von Listen heimlich schriftstellerischen Tätigkeiten nachgegangen, hat man seither nicht widersprochen. Sein Debüt als Schriftsteller gab er 1894 mit der Novelle Gefallen. In dem Magazin Gesellschaft veröffentlicht, fand sie Anerkennung in der literarischen Welt.

1895 kündigte Thomas Mann seine Tätigkeit bei der Versicherungsgesellschaft und begann, Vorlesungen an der Technischen Hochschule München zu besuchen. Damals dachte er an einen journalistischen Beruf. Als Thomas Mann 1896 mit 21 Jahren volljährig geworden war und monatlich 180 Goldmark aus den Zinsen des väterlichen Vermögens erhielt, konnte er als freier Schriftsteller leben. Von 1895 bis 1896 verfasste Thomas Mann Beiträge für die nationalkonservativen Monatsschrift „Das Zwanzigste Jahrhundert − Blätter für deutsche Art und Wohlfahrt“, deren Herausgeber Heinrich Mann war.

Private Wege
1904 lernte Mann Katharina (Katia) Pringsheim (Enkelin der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm) kennen und begann um sie zu werben. Das überraschte umso mehr, als in seinem bisherigen Leben keine näheren Beziehungen zu Frauen, geschweige denn „Weibergeschichten“ wie beim Bruder Heinrich, aufgetreten waren. Im Gegenteil, schon zu seiner Schulzeit schwärmte er für einen seiner Mitschüler, in der Zeit vor seinem Werben um Katia hatte er eine intensive Beziehung zu Paul Ehrenberg. Thomas Mann lebte seine Homosexualität jedoch nie aus, es blieb bei Schwärmereien für „Jünglinge“ und für homophile Be

eziehungen, die in seinen Tagebüchern, Notizen und literarischen Arbeiten ihren Niederschlag fanden, unter anderem in den Buddenbrooks (Hanno/Kai Graf Mölln), in Tonio Kröger (Tonio Kröger/Hans Hansen) und in Der Tod in Venedig (Gustav von Aschenbach/Tadzio).
Nun entschied er sich für ein Leben, das man damals als gutbürgerlich bezeichnete. Katia zögerte zunächst, aber am 11. Februar 1905 heiratete sie Thomas Mann. In seinem zweiten Roman Königliche Hoheit von 1909 hat dieser die Brautzeit literarisch verarbeitet. Das Paar hatte sechs Kinder: Erika (1905-1969), Klaus (1906-1949, Freitod), Golo (1909-1994), Monika (1910-1992), Elisabeth (1918-2002) und Michael (1919-1977) Mann.
1912 äußerten Ärzte bei Katia den Verdacht auf Tuberkulose, was einen längeren Sanatoriums-Aufenthalt in Davos erzwang. Mann war, als er sie besuchte, angetan von der Atmosphäre des Sanatoriums und von Katias Schilderungen über die darin weilenden Gäste, aber auch von seinen eigenen Eindrücken. Sie inspirierten ihn zu dem Roman Der Zauberberg, den er 1913 begann, aber erst 1924 vollenden sollte; 1915 unterbrach er die Arbeiten daran.

Der Erste Weltkrieg
Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, gab es Literaten, die der allgemeinen Stimmung im Deutschen Reich nicht widersprachen. Der Krieg wurde begrüßt, gar bejubelt. Alfred Kerr, Robert Musil, Richard Dehmel und Gerhart Hauptmann zeigten sich von der Richtigkeit des Geschehens überzeugt. Thomas Mann vertrat nur einen eher verhaltenen Patriotismus. Er schrieb an seinen Bruder Heinrich:
„Ich pe

ersönlich habe mich auf eine vollständige Veränderung der materiellen Grundlagen meines Lebens vorzubereiten. Ich werde, wenn der Krieg lang dauert, mit ziemlicher Bestimmtheit das sein, was man ‚ruiniert‘ nennt.“
Und er fährt später fort:
„In Gottes Namen! Was will das besagen gegen die Umwälzungen, namentlich die seelischen, die solche Ereignisse im Großen zur Folge haben müssen! Muss man nicht dankbar sein für das vollkommen Unerwartete, so große Dinge erleben zu dürfen?“
Thomas Mann hielt den Krieg prinzipiell für notwendig, galt es doch aus seiner Sicht, den „verworfensten Polizeistaat der Welt“ – das zaristische Russland – „zu zerschlagen“.
In seinen Gedanken im Kriege – Reflexionen zum Gegenstand des Krieges – verteidigte der Dichter seine militaristischen Standesbrüder. Den Kontakt zu Heinrich, der sich wie Stefan Zweig, Hermann Hesse, Arthur Schnitzler und Romain Rolland gegen das Geschehen stemmte, hatte er inzwischen ganz abgebrochen.

Der Nobelpreis 1929
Der Literaturnobelpreis war für Mann keine Überraschung. Bereits Jahre zuvor war spekuliert worden, dass er ihn bekommen könnte, er selbst hatte schon 1927 darauf gehofft. Am Nachmittag des 12. November 1929 erreichte ihn die Nachricht aus Stockholm. Er war konsterniert, dass sich das Komitee praktisch nur auf Buddenbrooks bezog. Grund war der Stockholmer Königsmacher, der Schwede Fredrik Böök, der dem Roman Der Zauberberg keine Wertschätzung entgegenbringen mochte und ihn mehrmals verrissen hatte. Das Preisgeld betrug 200.000 Reichsmark. Einen Teil davon verwendete Mann, um die Schulden von Klaus und Erika nach ihrer Weltreise zu tilgen, außerdem wurde das Haus bezahlt, zwei Autos angeschafft und der Rest angelegt. Schon in Stockholm hatte ein Journalist den Manns nahegelegt, das Geld “draußen stehenzulassen”, aber sie verstanden nicht, weshalb. Als sie 1933 aus Deutschland emigrierten, verloren sie einen großen Teil ihres Vermögens, namentlich ihren Immobilien- und anderen Sachbesitz.

„Wo ich bin, ist Deutschland“
1934 und 1935 reisten die Manns die ersten beiden Male in die USA. Die US-Amerikaner waren an dem prominenten Schriftsteller interessiert und gewährten ihm ohne gültigen Pass die Einreise. Seinen sechzigsten Geburtstag beging Thomas Mann in Küsnacht, er wurde von den Schweizern überwältigend gefeiert. Am 19. November 1936 wurde ihm auf seinen Antrag hin im tschechischen Konsulat die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft verliehen. Im Tagebuch vermerkt er dazu knapp: „Sonderbares Ereignis.“ Wenige Wochen später wurde ihm – gleichzeitig mit seiner Frau Katia und den Kindern Golo, Elisabeth und Michael – die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Zugleich entzogen die Nazis ihm die Ehrendoktorwürde, die ihm 1919 von der Universität Bonn verliehen worden war und in die er am 13. Dezember 1946 wieder eingesetzt wurde. Die endgültige Übersiedlung Thomas Manns und der Seinen in die USA fiel zeitlich mit den Vorgängen in Österreich zusammen, die zu dessen Anschluss an Deutschland führten. Bei der Ankunft in New York am 21. Februar 1938 baten ihn Reporter daher um eine Stellungnahme zu jener Entwicklung und fragten ihn, ob er das Exil als eine schwere Last empfinde. Seine Antwort wurde am nächsten Tag in der New York Times abgedruckt:
“It is hard to bear. But what makes it easier is the realization of the poisoned atmosphere in Germany. That makes it easier because it’s actually no loss. Where I am, there is Germany. I carry my German culture in me. I have contact with the world and I do not consider myself fallen.”
(Es ist schwer zu ertragen. Aber was es leichter macht, ist die Vergegenwärtigung der vergifteten Atmosphäre, die in Deutschland herrscht. Das macht es leichter, weil man in Wirklichkeit nichts verliert. Wo ich bin, ist Deutschland. Ich trage meine deutsche Kultur in mir. Ich lebe im Kontakt mit der Welt und ich betrachte mich selbst nicht als gefallenen Menschen.)
Erste Station des Exils in den USA war Princeton. Thomas Mann erhielt eine Gastprofessur an der dortigen Universität. Zugleich arbeitete er an seinem Roman über Goethe, der 1939 unter dem Titel Lotte in Weimar erschien
Thomas Mann und das Nachkriegsdeutschland
Als einige Zeitungen nach Ende des Kriegs Thomas Mann als ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland ins Gespräch brachten, wies dieser das Ansinnen erschrocken von sich, meinte aber selbstbewusst – und in einem für ihn typischen Anflug von Ironie: „Ich habe ein gewisses fürstliches Talent zum Repräsentieren – wenn ich einigermaßen frisch bin“. Ob er die Idee, das Amt zu übernehmen, jemals ernsthaft in Erwägung gezogen hätte, bleibt fraglich, denn Mann selbst hatte zwischen sich und Nachkriegsdeutschland einen Keil getrieben: In seinem offenen Brief „Warum ich nicht nach Deutschland zurückkehre“ vertrat er die These von der Kollektivschuld der Deutschen. Drohbriefe und Verrisse seines Doktor Faustus waren die Folge. Es mussten einige Jahre vergehen, bis sich in der deutschen Öffentlichkeit wieder eine versöhnlichere Haltung gegenüber Thomas Mann einstellte.
Rückkehr nach Europa
Von den USA war Thomas Mann nach dem Tod des US-amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt im Jahr 1945 zunehmend enttäuscht. Sein Entschluss, nach Europa zurückzukehren, verfestigte sich, als er im Juni 1951 vor dem Repräsentantenhaus im Kongress als „one of the world’s foremost apologists for Stalin and company“ (einer der weltweit bedeutendsten Verteidiger Stalins und dessen Regimes) bezeichnet wurde. Er musste (wie schon zuvor die deutschen Emigranten Hanns Eisler und Bertolt Brecht) Rechenschaft über seine Aktivitäten vor dem Committee on Un-American Activities ablegen. Genau ein Jahr später, im Juni 1952, kehrten die Manns in die Schweiz zurück, wo sie zunächst in einem gemieteten Haus in Erlenbach bei Zürich, ab 1954 dann in der angekauften Villa in Kilchberg, Alte Landstraße 39, über dem Zürichsee lebten.

(Grab Thomas Manns auf dem Friedhof Kilchberg)

Werke
Romane
• Buddenbrooks – Verfall einer Familie (1901)
• Königliche Hoheit (1909)
• Der Zauberberg (1924)
• Joseph und seine Brüder – Tetralogie (1933-1943)
o Die Geschichten Jaakobs (1933)
o Der junge Joseph (1934)
o Joseph in Ägypten (1936)
o Joseph der Ernährer (1943)
• Lotte in Weimar (1939)
• Doktor Faustus (1947)
• Der Erwählte (1951)
• Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1954)
Erzählungen und Novellen
• Vision. Prosa-Skizze, 1893
• Gefallen, 1894
• Der Wille zum Glück, 1896
• Enttäuschung, 1896
• Der Tod, 1897
• Der kleine Herr Friedemann, 1897
• Der Bajazzo, 1897
• Tobias Mindernickel, 1898
• Der Kleiderschrank, 1899
• Gerächt. Novellistische Studie, 1899
• Luischen, 1900
• Der Weg zum Friedhof, 1900
• Gladius Dei, Novelle 1902
• Tonio Kröger, Novelle 1903
• Tristan, Novelle 1903
• Die Hungernden, 1903
• Das Wunderkind, 1903
• Ein Glück, 1904
• Beim Propheten, 1904
• Schwere Stunde, 1905
• Anekdote, 1908
• Das Eisenbahnunglück, 1909
• Wie Jappe und Do Escobar sich prügelten, 1911
• Der Tod in Venedig, 1912
• Herr und Hund. Ein Idyll, 1918
• Gesang vom Kindchen. Ein Idyll, 1919
• Wälsungenblut, 1921
• Unordnung und frühes Leid, 1926
• Mario und der Zauberer, 1930
• Die vertauschten Köpfe – Eine indische Legende, 1940
• Das Gesetz, 1944
• Die Betrogene, 1953
Theaterstücke
• Fiorenza
Essays
• Betrachtungen eines Unpolitischen, 1918
• Leiden und Größe Richard Wagners 1933
• Das Problem der Freiheit, 1937
• Versuch über Schiller, 1955
• Über Goethe
Aufnahmen
Von folgenden Werken existieren original Tonbandaufnahmen von Thomas Mann, der seine eigenen Werke mit hörbarem Genuss rezitierte.
• Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
• Tonio Kröger
• Das Eisenbahnunglück
• Das Wunderkind
• Deutsche Hörer!
• Versuch über Schiller
• Schwere Stunde
• Der Erwählte
• Über die Entstehung der Buddenbrooks

Thomas – Mann – Haus

Das Thomas-Mann-Haus (Nida), stellt über seine Funktion als Gedenkstätte und Literaturmuseum hinaus ein Forum der kulturellen und wissenschaftlichen Begegnung internationalen Massstabs im Ostseeraum dar.
Ein Schwerpunkt liegt auf Organisation von multinationalen Bildungs- und Begegnungsinitiativen für die akademische Jugend.
Der Verein fördert internationale Gesinnung, Toleranz auf dem Gebiet der Kultur und den Gedanken der Völkerverständigung.

Das Thomas-Mann-Kulturzentrum ist vielfältig aktiv im Zeichen europäischen Denkens. Im multiethnischen Gebiet der litauischen Ostseeküste gelegen, bietet es all denen ein Forum, die sich über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Kulturen austauschen möchten. Gewünscht wird die persönliche Begegnung und das offene Wort. Als unabhängig denkender Intellektueller ist Thomas Mann Schirmherr unseres Programms und symbolischer Gastgeber bei unseren Veranstaltungen in seinem Sommerhaus in Nidden.
Das Thomas-Mann-Kulturzentrum in Nida wurde 1995 vom litauischen Kultusministerium, der Universität Klaipėda und der Kommunalverwaltung Neringa gegründet. Es hat seinen Sitz im ehemaligen Sommerhaus von Thomas Mann, in dem der Nobelpreisträger mit seiner Familie die Sommer 1930-1932 verlebte.

Menschen auf der geteilten Kurischen Nehrung über Landes- und Generationsgrenzen hinweg ins Gespräch bringen
Jungen Menschen aus dem In- und Ausland Möglichkeiten eröffnen gemeinsam Ideen zu verwirklichen
Zu Vielfalt und Qualität des kulturellen Angebots in der Region beitragen und somit die Entwicklung des Kulturtourismus unterstützen
Ansprechpartner für Informationen über Litauen sein

Bildungsveranstaltungen für den akademischen Nachwuchs, internationale Seminare und wissenschaftliche Konferenzen (Schwerpunkte: Germanistik, Erinnerungs- und Kulturgeschichte)
Übersetzungswerkstätten zur Förderung von Nachwuchsübersetzern und des literarischen Austauschs
Kulturveranstaltungen (Workshops, Ausstellungen, Lesungen, Kammerkonzerte, thematische Kaminabende)
Ein jährlich stattfindendes internationales Sommerfestival (Musik, Literatur, Diskussion, Film, bildende Kunst)

Als Hauptattraktion von Nida wird die landschaftlich reizvolle Lage an der Haffküste der Kurischen Nehrung angesehen. Um Nida herum befinden sich viele Wälder, Heide- und Dünengebiete. Unter anderem befindet sich hier die nach der Dune du Pyla bei Arcachon zweithöchste Düne Europas, die Hohe Düne. Touristische Anziehungspunkte sind außerdem das ehemalige Ferienhaus von Thomas Mann (1929 erbaut, in dem der Dichter die Sommerferien 1930-1932 mit seiner Familie verbrachte, heute Museum), das Bernsteinmuseum und der alte Friedhof mit den typischen Kurenkreuzen. Nida hat eine sehenswerte Strandpromenade und einen Jachthafen. Direkt südlich von Nida befindet sich ein Grenzübergang in die Oblast Kaliningrad (zur Russischen Föderation).

Leave a Comment