Thomas Mann

Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck als zweiter Sohn des Senators Thomas Johann Heinrich Mann und seiner Ehefrau Julia da Silva – Bruns geboren.
Sein Vater war ein Getreidekaufmann, und später wurde er Senator der freien Hansestadt. T.J.H. Mann war einer der mächtigsten Männer der Freistaats. Starb er an Blasenkrebs. Testamentarisch verfügte er die Liquidation der Firma, obwohl jene Finanzkrise schon längst überwunden war.
Er hinterließ seiner Familie ein Vermögen von rund 400 000 DM, das sie „nicht reich, aber wohlhaben“ sein liieß. Hätte er Söhne nach seinem Wunsch gehabt, wäre die Liquidation nicht nötig gewesen. Er wollte, dass Thomas einer praktische Beruf lerne. Heinrich, Thomas vier Jahre älteren Bruder, hatte mit ’Bewusstsein an die Literatur’ abgegeben.
Seiner Mutter Julia war zur Hälfte brasilianischer Herkunft. Sie hatte einen ausgesprochenen Sinn für das Künstlerische. Sie hat ihre Söhne Thomas und Heinrich inspiriert.
Thomas Mann wuchs mit vier Geschwister auf: Heinrich, Julia, Carla und Viktor.

Thomas Mann hat seine eigene Kindheit als sehr glücklich beschrieben. Die Familie beesaß ein großes repräsentatives Haus und daheim wurde viel musiziert und man unterhielt viel über Literatur. Übrigens war seine Familiengeschichte die Grundlage für seinen Roman „ Buddenbrooks“ . Das einzige, was er an seiner Kindheit gehasst hat, war die Schule. Er vergleich da

as Gymnasium mit einem Preußischen Kasernenhof.
Die Höhepunkte im Leben Thomas Manns waren die Sommerferien, die er im Kreis seiner Familie in Travemünde an der Ostsee verbrachte. Travemünde war für ihn das Ferienparadies, wo er die glücklichste Tage seines Lebens verbrachte.
Nach dem Tod seines Vaters blieb Thomas noch zwei Jahre in Lübeck und besuchte weiterhin das Lübecker Realgymnasium „Katerineum“ , während seine Mutter mit den drei Jüngeren Geschwistern nach München übersiedelte. Später (1894) folgte er seiner Familie nach München. Er arbeitete da als Volontär bei einer Versicherungsgesellschaft. In diesem Zeit erscheint seine erste Novelle „Gefallen“ in der Zeitschrift „die Gesellschaft“. Die positiven Kritiken motivierten ihn so sehr, dass er seine Stellung aufgab, um als freier Schriftsteller zu arbeiten. Seine „Wanderjahre“ (1895-1898) verbrachte Thomas Grroßenteil mit seinem Bruder Heinrich in Italien. Hier Begann er sein größten Werk „Buddenbrooks“ zu schreiben. Drei Jahre schreib er das Buch, mit Müh und Treue. In einer Auflage von 1000 Exemplaren erschien die zweibändige Ausgabe im Oktober 1901. Das Werk gilt als einer der bedeutendsten Gesellschaftsromane in deutsche Sprache. 1929 erhielt Thomas Mann den Nobelpreis für Literatur für die „Buddenbrooks“.
Thomas Mann schriftstellerisches Talent hatte sich fürs erst erfüllt. Buddenbrooks blieb bis zum Erscheinen vom Zauberberg der größte Roman Thomas Manns.

Seine künftige Frau Ka

atja Pringsheim lernte er 1904 kennen und heiratete Sie ein Jahr später. Sie war 22 Jahr und studierte Mathematik. Sie waren 50 Jahre verheiratet und hatten 6 Kinder: Erika, Klaus, Golo, Monika, Elisabeth und Michael. Seine Frau Katia unterstützte ihn in seiner schriftstellerischen Tätigkeit.1912 äußerte Ärzte bei Katia den Verdacht auf Tuberkulose, sie ging zur Kur nach Davos (Schweiz). Als er sie besuchte und auch ihre Briefe aus Davos, inspirierten Mann zu seinem Roman „Der Zauberberg“, denn er begann, aber 1915 unterbrach er die Arbeit daran, wegen ersten Weltkrieg. Erst 1924 veröffentlichte er sein Roman „Der Zauberberg“. Der zweite große Welterfolg nach den „Buddenbrooks“.
1933 startete er zu einer Reise nach Amsterdam, Brüssel und Paris, von der er nicht mehr nach München zurückkehrte. Es wurde eine Reise in Exil und erst 16 Jahre später sollte er nach Deutschland zurückkehren.
Zunächst lebten die Manns in Südfrankreich, dann in der Schweiz. In der Folgzeit unternahm er zahlreiche Reisen, darunter auch einige in die USA.
1938 siedelte die Familie Manns in die USA, wo Thomas in New Jersey eine stelle als Gastprofessor an der Universität innehatte. Drei Jahre später zogen die Manns in die Nähe von Los Angeles, Kalifornien, um dort die nächsten 11 Jahren zu verbringen. Da hat er an den Roman „Doktor Faust“ gearbeitet.
br />1947 unternahm Thomas Mann die erste Europareise nach dem Krieg, 1952 kehrten Manns entgültig nach Europa zurück und ließen sich in der Schweiz nieder. Seither unternahm er jährliche Besuche nach Deutschland.
Zwei Monate nach seinem 80. Geburtstag, am 12. August 1955 stirbt Thomas Mann friedlich.
Kurz zuvor wurde ihm die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt verliehen. Er hatte in seinem Dankschreiben an den Senat der Stadt Lübeck geschrieben: „Zuweile wünschte ich doch, mein Vater könnte noch sehen oder hätte noch etwas gesehen, in welcher Art ich mich eben doch als Sohn und Sohn Lübecks erwiesen habe.“.

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