Erasmus-Sokrates

DER SOZIALWISSENSCHAFTLICHEN FAKULTÄT,
DER TECHNISCHES UNIVERSITÄT KAUNAS

Das Referat

Sokrates und Erasmus

Indrė A.

Sokrates und Erasmus

Zur Geschichte des Programmes Sokrates/Erasmus
Seit 1987 fördert die Europäische Kommission ein nach dem kosmopolitischen Humanisten Erasmus von Rotterdam benanntes Mobilitätsprogramm für europäische Studierende. Leitgedanke des Programms, das bei den Studenten rasch Anklang fand, war es, die Mobilität der Studierenden an europäischen Hochschulen zu erhöhen. Das neue europaweite Programm bot günstige Voraussetzungen für einen Studienaufenthalt an einer Hochschuleinrichtung in einem anderen europäischen Land. So stellte 1987 die Europäische Kommission Zuschüsse für über 3 000 Studierende zur Verfügung und startete damit das ERASMUS-Programm.
Seit 1987 hat sich vieles geändert. Das ERASMUS-Programm wurde in das SOKRATES-Programm integriert. SOKRATES ist das europäische Bildungsprogramm unter Beteiligung von 30 europäischen Ländern. Hauptzweck ist die Förderung eines Europas des Wissens als Reaktion auf die großen Herausforderungen des Jahrhunderts – Förderung des lebenslangen Lernens, Schaffung eines Bildungsangebots für alle und Unterstützung beim Erwerb anerkannter Qualifikationen und Fertigkeiten. Konkret strebt SOKRATES die Förderung des Fremdsprachenerwerbs und der Mobilität und Innovation an. Das Programm umfasst nunmehr acht Akktionen, die alle die Herausbildung einer europäischen Dimension im Bildungswesen und eine Qualitätsverbesserung durch die intensivierte Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmerländern anstreben. Durch die erhöhte Mobilität trägt ERASMUS zur Bewusstseinsbildung der Studierenden als europäische Staatsbürger bei.
Mit dem ERASMUS-Programm und ergänzenden Maßnahmen wi

ie dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen und dem Diplomzusatz ist die Mobilität der Studierenden zu einer konkreten und praxisnahen Realität für über eine Million Pioniere geworden. Während 1987 erst 11 Länder am ERASMUS-Programm beteiligt waren (BE, DK, DE, GR, ES, FR, IE, IT, NL, PT, UK), stehen Erasmus-Studierenden heute 30 Teilnehmerländer offen. Die Studierenden tragen damit zur Herausbildung einer gemeinsamen europäischen Identität bei. Die Entwicklung zeigt, dass nach 15 Jahren „ERASMUS” zu einer europäischen Erfolgsgeschichte geworden ist.

Was ist das Sokrates / Erasmus-Programm?
SOKRATES ist das Bildungsprogramm der Europäischen Union, das alle von Brüssel geförderten Aktionen im Bereich der allgemeinen- und Hochschulbildung zusammenfasst: ERASMUS für Hochschulbildung, COMENIUS für Schulbildung, GRUNDTVIG für Erwachsenenbildung u. a.
ERASMUS (European Community Action Scheme for the Mobility of University Students), daas bereits seit vielen Jahren existiert, wird im Rahmen von SOKRATES weitergeführt. Es ist in erster Linie ein Förderprogramm zur Steigerung der Mobilität der europäischen Studenten und Dozenten. Der heutige EU-Bürger sollte während des Studiums eine zeitlang im europäischen Ausland studiert, praktiziert und gelebt haben. Ein Auslandsstudium bringt fachliche Erfahrung im ausländischen Universitätsbetrieb, Fremdsprachenkenntnisse, direkten Kontakt mit der Kultur eines anderen Landes sowie ein gesteigertes Selbstvertrauen und viele neue Freunde.
Wie funktioniert Erasmus?
Voraussetzung für einen Studienaustausch sind bestehende bilaterale Abkommen zw

wischen LMU Fakultäten und Fakultäten der Partnerhochschulen
• der 15 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union
• des Europäischen Wirtschaftsraumes (Norwegen, Island, Liechtenstein)
• mittelosteuropäischer Länder (Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, Malta, Zypern)
• bedingt der Schweiz (in Form einer Sonderregelung und mit Schweizer Stipendiengelder)
Fakultäten
• Theologische Fakultät
• Juristische Fakultät
• Medizinische Fakultät
• Philosophische Fakultät I (Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften)
• Philosophische Fakultät II (Sprach- und Literaturwissenschaften)
• Naturwissenschaftliche Fakultät I (Mathematik und Physik)
• Naturwissenschaftliche Fakultät II (Biologie, Chemie und Pharmazie)
• Naturwissenschaftliche Fakultät III (Geowissenschaften)
• Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
• Technische Fakultät
• Erziehungswissenschaftliche Fakultät

Welche Vorteile bringt ein Auslandsstudium mit Erasmus?
• Einen 3 – 12 monatigen Auslandsaufenthalt an einer Gastinstitution
• Befreiung von der Entrichtung von Studiengebühren an der Gastinstitution
• in der Regel die akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleisstungen durch die heimatinstitution, z. B. durch die Teilnahme an dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (ECTS)
• Die Unterstützung bei der fachlichen Vorbereitung und in der Regel Betreuung durch die Gasthochschule
• Einblick in die Lehre an einem anderen (ausländischen) Institut
• Viele interessante Kontakte zu anderen Studenten und Dozenten
• Auslandserfahrung (ist auch bei einer Bewerbung definitiv ein Pluspunkt)
• Fremdsprachenkenntnisse
Leistungen für Studenten
• Es werden Auslandsaufenthalte von bis zu einem Studienjahr im Rahmen vereinbarter Kooperationen ermöglicht.
• Zuständig für die Auswahl der Teilnehmer ist di

ie Heimathochschule.
• Studiengebühren werden nicht erhoben.
• Im Ausland erbrachte Studienleistungen werden grundsätzlich in vereinbartem Umfang anerkannt bzw. angerechnet.
• Zum Ausgleich der Mehrkosten des Auslandsstudiums wird ein Stipendium gewährt.
• Die Gasthochschule hilft bei der Wohnungssuche und sorgt für die soziale und fachliche Betreuung der Teilnehmer.
Wer hat es mit dem Stipendium auf sich?
Es besteht die Möglichkeit einen (bescheidenen) ERASMUS Zuschuss zum Ausgleich eines Teils der Mehrkosten während des Auslandsaufenthaltes zu erhalten, z. Zt. ca. 50 – 125 EURO pro Monat. (Nicht alle ERASMUS Studenten erhalten automatisch einen Mobilitätszuschuss). Bei Studierenden, die eine studienbezogene Förderung anderer Förderinstitutionen erhalten, kann, je nach Art und Höhe der Förderung, der ERASMUS Zuschuss maximal 50 EURO monatlich betragen.
Aktuell sind Auslandsaufenthalte förderbar zwischen dem 01.07.2002 und dem 30.09.2003. Auslandsstudienbeihilfen können für einen Zeitraum von minimal 3 (eventuelle Unternehmenspraktika nicht eingeschlossen) bis maximal 12 Monaten (eventuelle Unternehmenspraktika inbegriffen) vergeben werden. Studierende im ersten Sudienjahr können nicht gefördert werden. Die Förderung ist bis einschließlich der Promotion möglich.
Eine zweite ERASMUS-Auslandsstudienbeihilfe kann nicht vergeben werden, selbst wenn die Dauer der zwei oder mehr Aulsandsaufenthalte insgesamt ein Jahr nicht überschreitet. Studierende können jedoch einen Studienabschnitt in verschiedenen Ländern absolvieren, wenn dieser zu einem einzigen Studienprogramm gehört, das Teil einer spezifischen Abmachung zwischen der Heimat- und Gasthochschule im Rahmen de
es Hochschulvertrags ist. (.) Eine Förderung über den 30.09.2003 hinaus kann für Ausnahmefälle schriftlich über den DAAD bei der EU-Kommission beantragt werden
Praktika
Praktika sind eine unerläßliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufseinstieg nach dem Studium: Im Rahmen von Praktika erfahren Sie mehr über Ihre Stärken und Schwächen und gewinnen erste, wichtige Einblicke in das Berufsleben. Durch Praktika knüpfen Sie wichtige Kontakte, die Ihnen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz äußerst wertvolle Dienste leisten können; denn ungefähr ein Drittel der Hochschulabsolventen findet seinen ersten beruflichen Einstieg im Umkreis eines Praktikums.
Was macht Erasmus?
Erasmus ist der Name eines Programms der EU, welches Studenten innerhalb Europas einen Hochschulaustausch ermöglicht. Die Universitäten unterzeichnen das Erasmus-Abkommen und dann können die einzelnen Fachbereiche auf eigene Faust Partneruniversitäten suchen. So kann der Fachbereich Informatik ganz andere Partner anbieten als der Fachbereich Medizin. Traditionell haben die Sprachwissenschaften die meisten Kontakte. Medizin in Frankfurt liegt etwa im Mittelfeld.
Ist eine Partnerschaft geschlossen können theoretisch die ersten Studenten ins Ausland gehen bzw. an die Uni kommen. Oft braucht ein Austausch eine gewisse Anlaufzeit bis es bekannt und angenommen wird. Nach Neapel zum Beispiel ist zum Studieren die ersten beiden Jahre niemand gegangen und zum nächsten akademischen Jahr gehen gleich drei Studenten. Außerdem kommen dann zum ersten Mal Studenten aus Neapel nach Frankfurt.
Ziele des Programmes
Möglichkeit für Studierende, die Erfahrung anderer europäischer Staaten und ihrer Studienangebote sprachlich, kulturell und fachlich zu nutzen
– die Kooperation zwischen Gast- und Heimathochschule zu fördern
– einen Teil der Mobilitätskosten zu tragen und den Studierenden den finanziellen Zusatzaufwand eines Auslandsstudiums zu erleichtern
– die Gesellschaft durch die Ausbildung qualifizierter, international erfahrener zukünftiger Akademiker zu bereichern.

Literatur:
1. http://www.uni-erlangen.de/studium/
2. http://www.int.unibe.ch/lenya/int/live/3dozierende/33dozerasmus.html
3. http://portal.mytum.de/studium/ausland/rundumdiewelt/erasmus/index_html
4. http://tu-dresden.de/internationales/deutschstud/tudprogramme/sokrates_details
5. http://www.uni-saarland.de/de/fakultaeten/fak1/rewifak/fak/abt-rw/sokrates-erasmus/soera/was/

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