Brot

Erklärung:
Grundnahrungsmittel aus Roggen-, Weizenmehl oder ähnlichen stärkereichen Pflanzenpulvern, Wasser, Salz und Triebmittel. Es wird bei 200-300° gebacken. Sauerteig (aufgehobener Rohteig, der lebende Hefepilze enthält) lässt durch die von der Hefe abgeschiedenen Blasen von Kohlensäure und Alkoholdampf den Teig aufquellen.
Geschichte:
Brot gehört zu den ältesten Grundnahrungsmitteln. Diese Art der Getreidezubereitung ist in allen Kulturen der Welt bekannt. Die Vorstufe des Brotes ist der Mehlbrei, der bei vielen Naturvölkern noch heute Grundnahrungsmittel ist. Das älteste germanische Wort für Brot ist Laib. Es wurde zuunächst in Alteuropa(um 2000 v. Chr.) durch Weizen und Hirse verarbeitet und auf dem Herd gebacken.
Im Zuge der Industrialisierung änderten sich die Ernährungsgewohnheiten bei uns. Brot war immer noch Grundnahrungsmittel, bestand aber im Gegensatz zu den früheren Broterzeugnissen, jetzt aus weißem Mehl – dem Stärkekörper des Getreidekorns ohne Keimling und Randschichten. Es ist deutlich minderwertiger als Vollkornbrot.

Brot hat sich bei uns in den letzten Jahren vom Grundnahrungsmittel zum Genussmittel gewandelt. Galt früher der Grundsatz: Je geringer das Einkommen, desto höher der Brrotverzehr, ist es heute umgekehrt. In Familien mit hohem Einkommen wird 16% mehr Brot gegessen als im Durchschnitt. An Auswahl besteht dabei kein Mangel: Deutschland führt mit ca. 300 Brotsorten in Europa das größte Sortiment.
Konventionelle Produkte:
Den größten Teil unseres täglichen Brotes fa

abrizieren konventionelle Großbäckereien oder Brotfabriken: Circa 2,3 Millionen Tonnen Getreide werden hier pro Jahr verknetet. Dabei kommen in großem Umfang Fertigmischungen und chemische Backhilfsmittel zum Einsatz, was der Branche den Ruf einer Tütenbäckerei eingebracht hat. Während früher Bauer, Müller und Bäcker mit der Brotherstellung beschäftigt waren, hat sich daraus heute ein florierender Industriezweig mit Backtechnikern, -ingenieuren, Mühlen- und Backmittelindustrie entwickelt.
Biologische Produkte:
Anders die Vertragsbäcker der anerkannten Öko- Anbauverbände. Sie setzen auf Vollkornbrot aus Bio-Getreide und eine traditionelle Herstellung ohne chemische Zusätze.

Achtung:
Immer neue phantasievolle Brotnamen wie Kraftbrot, Vitalbrot oder Mühlenlaib gaukeln eine Vergrößerung der Brotvielfalt vor. Meist sind die Grundteige jedoch identisch. Verschiedene “Dekorationen” wie Haferflocken oder Sonnenblumenkerne sollen die Brote optisch gesünder machen und den Eindruck neuer Sorten erwecken.

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