Bildung und Gebrauch des Passivs in der deutschen Sprache

INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG 4
1. Unterschied zwischen Aktiv und Passiv 6
2. Passivbildung 8
2.1 Bildung des Vorgangspassivs 10
2.1.1 Agensangabe des Vorgangspassivs 14
2.1.2 Unpersönliches Passiv 16
2.1.3 Vorgangspassiv mit Modalverb 17
2. 1. 4 Funktion des Vorgangspassiv 19
2.2 Bildung des Zustandspassivs 20
2.2.1 Agensangabe des Zustanspassiv 22
2.2.2 Zustandspassiv mit Modalverb 22
2.2.3 Zustandspassiv und Zustandsreflexiv 23
2.2.4 Zustandspassiv und andere Konstruktionen 23
3. Passivfähigkeit 25
3.1 Transitive Verben 25
3.2 Intransitive Verben 26
3.3 Reflexive und unpersönliche Verben 27
3.4 Verben mit Infinitiv ohne „zu“ und feste Verbverbindungen 27
4. Gebrauch vom Passiv in publizistischen und sachlichen Texten 29
4.1 Einteilung und Häufigkeit der Passivsätze im Gesetztext 29
4.2 Einteilung und Häufigkeit der Passivsätze in der Gebrauchsanweisung 31
4.3 Einteilung und Häufigkeit der Passivsätzen in der Zeitschrift 33
SCHLUSSFOLGERUNGEN 35
REZIUMĖ 37
LITERATURVERZEICHNIS 38
ANHANG 39EINLEITUNG
Das Thema dieser Jahresarbeit lautet „ Bildung und Gebrauch des Passivs in der deutschen Sprache“.
Das zu behandelnde Thhema ist unter linguistischem Aspekt gleichermaßen wichtig wie schwierig: Einerseits ist das Passiv eine häufige Form, hat ein weites Verbreitungsgebiet und einen eigenen kommunikativen Bereich. Andererseits enthält seine linguistische Beschreibung zahlreiche Probleme, die in den Gesamtgrammatiken unzureichend reflektiert werden und sehr oft auch eine unterschiedliche oder gar kontroverse Erklärung finden.
Dieses Thema stellt für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache ein schwieriges Lernobjekt dar, weil die Äquivalente in den anderen Sprachen (den Muttersprachen der Lerner) verschieden sind. So wird z. B. das weerden-Passiv oft mit dem sein-Passiv verwechselt, wenn für beide grammatischen Erscheinungen des Deutschen in der Muttersprache nur ein Äquivalent vorhanden ist .
Das Ziel dieser Arbeit ist Möglichkeiten der Bildung des Vorgangspassivs und des Zustandspassivs zu beschreiben und zu klären, ob al

lle Verben in der deutschen Sprache passivische Konstruktionen bilden können; auch Besonderheiten des Gebrauchs vom Passiv zu zeigen.
Das deutshe Verb, als grammatische Kategorie , ist an verschiedenen Formen reich. Für die Wahl der sprachlichen Mittel und der grammatischen Form ist die Mitteilungsperspektive massgebend. Diese Perspektive ist auf die Person oder Sache gerichtet, über die etwas berichtet wird. Sie entscheidet sich für die Wahl des Subjekts, nach den sich der leksikalische oder strukturelle Aufbau des Satzes richtet.“ Eines der grammatischen Mittel für die Beibehaltung oder Änderung der Mitteilungsperspektive zur Anpassung der Beschreibung an die Sprechsituation oder an den Kontext ist das Passiv. Wenn das Prädikat vom Verb „ werden“ und von einem Partizip II besetzt ist, handelt es sich um einen Passivausdruck. Solche Deefinition des Passiv gibt „ Kleines Lexikon zur deutschen Grammatik“ von H. Griesbach.
Es gibt in der deutschen Sprache drei Genera: das Aktiv, das Passiv (Vorgangaspassiv) und das Zustandspassiv. Diese Genera unterscheiden sich voneinander ganz deutlich. Die ersten zwei werden von allen Grammatikern anerkannt, das dritte dagegen findet sich in den Grammatikbüchern unter verschiedenen Bennennungen: das Stativ, die Fügung sein + Partizip II, das sein – Passiv. Das Passiv und das Zustandpassiv sind analytische Formen, die mit den Hilfsverben „ werden“ und „sein“ gebildet werden.
Man br
raucht die Genera, um die eigenen Gedanken präziser auszudrücken. Es ist bekannt, dass der gleiche Sachverhalt in unterschiedlichen Blickwinkeln gesehen werden kann. Der Sprechende bzw. der Schreibende hat die Möglichkeit eine bestimmte Schattierung dem Geschehen mit entsprechenden sprachlichen Mittel zu gewähren. Je nach seiner Absicht, den Sachverhalt mitzuteilen, kann man sich zwischen Aktiv, Passiv, bzw. Zustandpassiv aussuchen.
Die Verfasser der „Deutschen Grammatik“(W. Eichler und D. Büntig, 1994, 116)geben folgende Merkmale allen Genera an: „ Das Aktiv ist immer : täterzugewandt, vorgamgsorientiert; der Täter muss genannt werden. Das Vorgangspassiv ist: täterabgewandt, vorgangsorientiert; der Täter kann genannt werden. Das Zustandspassiv ist: täterabgewandt und nicht vorgangsorientiert; der Täter darf bei vielen Verben nicht genannt werden.“
In dieser Arbeit stüzt man sich auf die Teilung der Grammatiken von E. W. B. Hess-Lüttlich, U.Engel, H. Dreyer und R. Schmitt, Prof. Dr. P. Eisenberg, K. Hall, B. Scheiner und anderen.
Die Aufgaben dieser Jahresarbeit sind:
1. Unterschiede zwischen Passiv und Aktiv,
2. Bildung von Vorgangs- und Zustandspassiv,
3. die passivunfähige Verben zu beschreiben.
4. Die Besonderheiten vom Gebrauch des Passivs in verschiedenen Texten zu untersuchen und mittels der Belege zu verdeutlichen.1. Unterschied zwischen Aktiv und Passiv
Es gibt im Deutschen zwei Genera: das Aktiv und das Passiv. Sie sind zwei Verbalsysteme, mit denen das Verhältnis des Subjekts zum Geschehen au
usgedrückt wird. Aktiv und Passiv sind in Texten der deutschen Gegenwartssprache ungleich verteilt. Die Grammatik von Prof. Dr. P. Eisenberg(1998, 172) legt solche Statistik fest: „ Auf das Aktiv entfallen im Durschnitt etwa 93%, auf das Passiv etwa 7%( Vorgangspassiv ca. 5%, Zustandspassiv ca. 2%) der finiten Verbformen.“ Aufgrund dieser Verteilung kann man das Aktiv als Erst- und das Passiv als Zweitform bezeichnen und bei der Beschreibung so verfahren, dass man das Aktiv als einfache, mehr oder weniger merkmallose Ausgangsform ansetzt und das Passiv als davon abzuleitende Kontrastform. Diese Betrachtungsweise bedeutet natürlich kein abwertendes Urteil über die Wichtigkeit des Pasivs.
Das Aktiv ist im Deutschen , genau wie in jeder anderen Sprache, für Grundstruktur gehalten. Das Aktiv stellt den Handelnden in den Vordegrund; er erscheint also als Träger der Handlung. Das Subjekt(bzw. Der Handelnde) ist aktiv, und die Handlung geht von ihm aus. Das Aktiv schenkt also die ganze Aufmerksamkeit dem Handelnden, dem Täter, dem Subjekt u. s. w.
Der semantische Unterschied zwischen den zwei Genera wird an den Wandlungen desselben Verbs sichtbar:
• Selbstverständlich übernimmt die Krankenkasse die Kosten für alle Notwendige. ( „Spiegel“ , Nr. 32, 3) – Aktiv
• Der Ausstoß der Rußpartikel wird so bis an die Grenze des Messbaren reduziert. ( „Spiegel“ , Nr. 32, 40) – Passiv
Das Aktiv bezeichnet eine Handlung , die vom Satzsubjekt au
usgeht und meist auf ein Objekt gerichtet ist. Fehl das Objekt, so bleibt doch das Satzsubjekt Träger eines Vorganges, eines Zustandes oder einer eigenschaft, die das Prädikat angibt. (= Ausgangspunkt des Verbalgeschehens, der/das Ageres, der Täter, Urheber des Vorgangs).
Die Verfasser der „ Übungsgrammatik für Fortgeschrittene“ (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 61) geben solche Merkmale für Aktiv und Passiv an: „ Aktiv und Passiv geben verschiedene Aspekte eines Vorgangs an; sie unterscheiden sich in der Sehweise: Im Aktivsatz steht ein handeldes Subjekt, der „ Täter“, im Mittelpunkt. Im Passiv tritt der „ Täter“ zurück und wird oft gar nicht genannt.“
Das Passiv bezeichnet eine Handlung, die Umgekehrt auf das Satzsubjekt gerichtet ist. Von wem die Handlung ausgeht, kann durch das präpositionale Objekt angegeben werden oder, wenn man entscheidet, dass die handelnde Person unwichtig oder unnötig ist, überhaupt unausgedrückt bleiben.
• Der Ausstoß der Rußpartikel wird so bis an die Grenze des Messsbaren reduziert. ( „Spiegel“ , Nr. 32, 41)
Wenn der Urheber einer Handlung nicht bekannt ist, gebraucht man einen Aktivsatz mit „man“. Bei so einem Passivsatz fehlt „ man“ immer weg.
• Man baut hier ein neues Haus.
• Hier wird ein neues Haus gebaut.
Obwohl das Akkusativobjekt des Aktivsatzes häufig Subjekt des Passivsatzes wird, sind Aktiv und Passiv also höchst unterschiedlich; sie haben verschiedene Funktion und sind keineswegs die Umkehr der jeweilige Struktur.
Das Passiv hat dieselben Zeitformen wie das Aktiv (Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II). Aber was Modi anbelangt, so bildet es den Indikativ und den Konjuktiv , aber keinen Imperativ. Das Passiv ist also eine sprachlich – grammatische Variante zur Beschreibung außersprachlicher Sachverhalte. Der Gebrauch des Passivs hängt davon ab, wie sich der Sprecher äußern will, d.h. auf wen/was er die Aufmerksamkeit richtet. Es kommt immer auf die Wahl des Subjekts an, ob sich der Sprecher für eine andere Ausdruckform(Aktiv) entscheiden muss.
Der größte Unterschied zwischen zwei deutschen Genera ist jedoch die Gelegenheit ihre Formen zu bilden. Das Aktiv als das Grundgenus der Aussage erstreckt sich über alle Verben, das Passiv kennt gewisse leksikalische Einschränkungen, die in weiteren Kapiteln untersucht werden.2. Passivbildung
Das Deutsch kennt im Gegensatz zu manchen anderen Sprachen (z. B. zum Lateinischen) nur eine analytische Passivbildung. Das Passiv wird vom Partizip Perfekt des Vollverbs und der entsprechenden Form des Hilfsverbs „werden“ gebildet (Vorgangspassiv), daneben gibt es auch eine Passivbildung mit „sein“ (Zustandspassiv). Passivbildung ist in allen Tempora möglich, wobei die Zeitstufe bei Präsens und Präteritum durch die entsprechende Form des Hilfsverbs „werden“, bei allen anderen Tempora unter zusätzlicher Zuhilfenahme von „sein“ und/oder einem zweiten „werden“ ausgedrückt wird.

In verschiedenen Grammatiken wird das Passiv unterschiedlich gegliedert und betrachtet, deswegen entstehen den Studenten viele Probleme beim Passiverlernen, weil manche Gliederungen wirklich verwickelt sind.

Der Grammatiker Hans Jürgen Heringer in seiner Grammatik „ Grammatik und Stil“ ( 1989,204 ff. )gliedert Passiv so:
1. Das werden – Passiv(Vorgangspassiv)
2. Zustandspassiv
3. Dativpassiv. Der Grammatiker stellt fest: „ Das Dativpassiv wird mit einer Form von bekommen, erhalten, (umgangssprachlich auch kriegen) und dem Partizip II gebildet“. (H.J. Heringer, 1989, 208)

Der Vefasser der Grammatik „ Deutsche Grammatik“ (1998, 461ff.) führt ganz unterschiedliche Gliederung des Passivs von anderen Grammatiken an. Diese Gliederung ist sehr kompliziert und unvorteilhaft . In dieser Grammatik werden folgende Gliederung und Beispiele ausgeführt:
1. Volles Passiv (mit richtigem Subjekt):
a. * werden-Passiv
(1) Die Hütte wird gebaut.
b. * sein-Passiv
(2) Die Hütte ist gebaut.
c. * bekommen-Passiv
(3)Sie bekommt die Urkunde ausgehändigt.
d. * gehören-Passiv
(4) Ihm gehört die Meinung gesagt.
2. Neutrales Passiv (ohne Subjekt; Prädikat in 3. Pers. Sing.)
(5) Hier wird nicht geraucht.
(6) Jetzt ist auspalavert.
3. Parallelformen zum Passiv
a. Syntaktische Parallelformen (in aktivischen Strukturen):
(7) Der Erfolg hat sich erst später eingestellt.
(8) Dieses Buch liest sich leicht.
(9) Die Suppe kocht.
(10) Du glaubst das einfach nicht.
(11) die laut Anweisung auszuführenden Arbeiten (Gerundiv)
b. Lexikalische Parallelformen:
a) Funktionsverbgefüge
(12) zum Vortrag kommen (vs. zum Vortrag bringen)
b) Aktivsätze mit dem Subjekt „man“
(13) Solche Hemden trägt man nicht mehr.
c) Formen mit modaler Komponenten:
* es gibt, es gilt, es heißt + Infinitiv mit „zu“
(14) Es gibt viel zu tun.
* sich lassen + Infinitiv
(15) Hier läßt sich gut leben.
*sein, bleiben + Infinitiv mit „zu“
(16) Die Arbeit ist nach Anweisung auszuführen.
(17) Diese Frage bleibt noch zu diskutieren.
* stehen (mit Verben der Erwartung) + Infinitiv mit „zu“
(18) Es steht zu befürchten, dass die Unfälle sich häufen.
* [Alltagssprache] gehen + Infinitiv mit „zu“
(19) Der Verschluss geht nicht mehr zu reparieren.

In der „ Übungsgrammatik für Fortgeschrittene“ (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 61) wird die Gliederung des Passivs von erwähnten Tielungen verallgemeinert und konkretisiert. Die Grammatik führt zwei große Teile des Passivs an:
1. Vorgangspassiv:
a) Unpersönliches Passiv
b) Vorgangspassiv mit Modalverb
2. Zustandpassiv

Da das Ziel dieser Arbeit die Bildung des Vorgangs,- und Zustandtspassivs zu erklären ist, stützt man auf die Teilung des Passiv von K. Hall , B. Scheiner.2.1 Bildung des Vorgangspassivs
Das Vorgangspassiv wird noch in manchen Grammatiken wie „Deutsche Grammatik“ von Ulrich Engel, „ Grammatik und Stil“ von Hans Jürgen Heringer, „ Grundriss der deutschen Grammatik“ von Peter Eisenberg als „ werden – Passiv“ genannt. Das Vorgangspassiv beschreibt einen Prozess aus einer Sicht, in der der „Handelnde” (das Agens, hier das Kind resp. alle) in den Hintergrund rückt oder ganz weggelassen wird.
Der Grammatiker Ulrich Engel(1998, 460) stellt fest, „das werden – Passiv ist die meistgebrauchte der vier Passivarten. Dennoch kommt es durschnitlich bei nur ca. fünf Prozent aller Verbalkomplexe vor; das heißt: Nur jeder zwanzigste Satz ist, statistisch gesehen, ein Satz mit werden-Passiv. Am häufigsten wird das werden-Passiv in der Sachprosa verwendet, auch in wissenschaftlichen Texten, in Handbüchern, Betriebs- und Gebrauchsanleitungen, Reparaturanweisungen und in Grammatiken.“
Das Vorgangspassiv weist dieselben Zeitformen und zwei Formen des Infinitivs auf, wie das Aktiv. Alle 6 Zeitformen des Passivs sind zusammengesetzte Verbalformen.( Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I, Futur II ).
Konjuktion des Vorgangspassivs:
ZEIT BEISPIEL BILDUNG
Präsens Warum werden denn nicht auch einmal die Leistungen der Apotheken thematisiert?
( „Spiegel“, Nr. 32, 2002, 12) Werden (Präsens) + thematisieren (Perfekt)
Imperfekt Unter dieser Prämise jedoch wurde Schröder 1998 gewählt. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 8) Werden (Imperfekt) + wählen (Perfekt)
Perfekt [.], auch wenn das Schloß abgeschlossen worden ist. („Golf Betriebsanleitung“, 1990, 9) Sein (Präsens) + beobachten (Perfekt) + werden (Perfekt ,ohne das doppelte Präfix ge-)
Plusquamperfekt [.] ihre Ansiedlung auf dem dortigen Trupenübungsplatz war von Tierfreunden, Umweltschützern und Medien als Dieg der Natur gefeirt worden.( „Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50) Sein (Imperfekt) + feiern (Perfekt) + werden (Perfekt ,ohne das doppelte Präfix ge-)
Futur I Er wird beobachtet werden. (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 62) Werden (Präsens) + beobachten (Perfekt) + werden (Infinitiv)
Futur II2 Der Berg wird von dem Touristen erstiegen worden sein. (Walter Jung, 1984, 490) Werden (Präsens) + werden (Perfekt ,ohne das doppelte Präfix ge-) + sein (Infinitiv)

Das Vorgangspassiv wird mit dem Partizip Perfekt des Vollverbs und dem Hilfsverb „werden“ gebildet. Der einzige Unterschied ist die Partizipialform „ geworden“ beim Kopulaverb , wo das Passiv „worden“ hat und das Hilfsverb immer „sein“ ist. Die Verwendung von „worden“ statt „geworden“ gibt umgekehrt ein Merkmal zur Unterscheidung von passivischen Sätzen und Kopulasätzen ab. Sie vermeidet das dopplete Präfix ge- .
Im Futur I und Futur II Passivs ist das Hilfsverb „sein“; nach dem Partizip Perfekt des Vollverbs im Futur I steht “werden“ und im Futur II steht „worden sein“. Die futurischen Formen des Passivs werden selten gebraucht, das Futur I wird meist durch das Präsens, das Futur II durch das Perfekt ersetzt.
Das Vorgangspassiv oder werden – Passiv kann nur zu Verben gebildet werden, die eine Akkusativergänzung regieren. Die wenigen Akkusativverben sind nicht pasivfähig.
Beim Vorgangspassiv werden verschieden Typen unterschieden. Die Unterscheidung erfolgt aufgrund der Satzstruktur im Aktiv und der entsprechenden Satzstruktur im Passiv. Die Umwaldung(Umformung) vom Aktiv ins Passiv wird auch Transformation genannt. Diese Transformationen zeigen enge Verbindung des Aktivs und Passivs. Sie sind deshalb möglich, weil der mitzuteilende Sachverhalt im Aktiv und Passiv gleich ist. Die Passivstruktur hebt sich dabei deutlich von der Aktivstruktur ab.

Die Grammmatik (Eisenberg, 1998,173) legte solche Typologie des Vorgangspassiv fest: „ Das Vorgangspassiv begegnet in drei verschiedenen Typen, deren Struktur gewöhnlich als Ergebnis der Umwandlung (Trasformation) entsprechender Aktivtypen beschrieben wird“.
Die Unterscheidung dieser drei Typen des Vorgangspassivs richtet sich nach der Art der Verbergränz.ungen:
1. Das Vorganspassiv bilden die Verben mit einem Akkusativobjekt ( = transitive Verben)
Dies ist die am häufigsten vorkommende Art des Vorgangspassivs. Bei der Umwandlung vom Aktiv ins Vorgangspassiv kommen folgendes Transformation vor:
Beispiel: Die Richter verurteilte den Angeklagten zu einer Buße. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 59)
Aktiv » Passiv
Der Richter verurteilte den Angeklagten zu einer Buße. » Der Angeklagte wurde (vom Richter) zu einer Buße verurteilt.
Agens (Subjekt) der Richter » fakultative Agensangabe vom Richter
Akkusativobjekt den Angeklagten » Subjekt der Angeklagte
finites Verb im Aktiv verurteilte » finites Verb im Passiv wurde verurteilt
Präpositionalobjekt zu einer Buße = Präpositionalobjekt zu einer Buße

1) Das Subjekt des Satzes wird zu einer Agensangabe mit von oder durch. Diese Agensangabe wird sehr oft auch weggelassen.
2) Das Akkusativobjekt wird zum Subjekt des Satzes.
3) Das im Aktiv stehende finite Verb wird ins Passiv mit werden gesetzt.
4) Eventuelle andere Satzteile (z.B. Dativobjekt) behalten ihre Funktion im Satz.

2. Das Vorgangspassiv bilden die (intransitive) Verben mit Genitiv-, Dativ-, oder Präpositionalobjekt.
Bei der Umwandlung vom Aktiv ins Vorgangspassiv kommen folgende Transformation vor:

Beispiel: Wir rechnen auf eure Hilfe.
Aktiv » Passiv
Wir rechnen auf eure Hilfe. » Auf eure Hilfe wird (von uns) gerechnet. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 105)
Agens (Subjekt) wir » fakultative Agensangabe von uns
finites Verb im Aktiv rechnen » finites Verb im Passiv wird gerechnet
Präpositionalobjekt auf eure Hilfe = Präpositionalobjekt auf eure Hilfe

1) Das Subjekt des Satzes wird zu einer Agensangabe mit von oder durch. Diese Agensangabe wird sehr oft auch weggelassen.
2) Das im Aktiv stehende finite Verb wird ins Passiv mit werden gesetzt.
3) Das Objekt (Dativobjekt, Genitivobjekt, Präpositionalobjekt) behält seine Funktion im Satz.
Bei dieser Art des Vorgangspassivs ist das Subjekt leer, d.h. der Satz hat kein grammatikalisches Subjekt. An diese leere Stelle kann ein unpersönliches es treten:
Es wird auf eure Hilfe gerechnet.

3. Das Vorgangspassiv bilden die (intransitive) Verben ohne Objekt. Bei diesem Typ werden die eingeklammerten Agensangaben allerdings immer getilgt, wenn die Subjektstelle der Aktivstruktur von dem unpersönlichen Pronomen man besetzt ist.
Bei der Umwandlung vom Aktiv ins Vorgangspassiv kommt folgende Transformation vor:

Beispiel: Man sieht inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe.
Aktiv » Passiv
Man sieht inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe. » Es werden inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe gesehen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50)
Agens (Subjekt) man » keine Agensangabe –
finites Verb im Aktiv sieht » finites Verb im Passiv werden gesehen

1) Das Subjekt des Satzes wird zu einer Agensangabe mit von oder durch. Diese Agensangabe wird meistens weggelassen. Wenn das Subjekt ein unpersönliches man ist, muss die Agensangabe weggelassen werden.
2) Das im Aktiv stehende finite Verb wird ins Passiv mit werden gesetzt.

Bei dieser Art des Vorgangspassivs ist das Subjekt leer, d.h. der Satz hat kein grammatikalisches Subjekt. An diese leere Stelle tritt ein unpersönliches es:
• Es werden inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe gesehen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50)
Die Passivtransformationen zeigen den wichtigsten Unterschied zwischen Aktiv und Passiv: Wenn der Handelnde (Agens) im Aktiv die Subjektstelle besitzt, tritt er im Passiv als ein dem Prädikat zu- und untergeordentes Glied zurück oder wird ganz getilgt; an ihrer Stelle rückt beim Transformation der transitiven Verben die Größe „ affiziertes oder effiziertes Objekt“ in die Subjektposition. Bei den intransitiven Verben mit Genitiv, Dativ, Präpositionalobjekt und mit transitiven Verben ohne Objekt wird die Subjektstelle entweder gar nicht besetzt oder nur forma.linhaltsleer mit es; sie bezeichnen im Wesentlichen nur den Vorgang , die Handlung an sich , ohne ihren Urheber zu benennnen.2.1.1 Agensangabe des Vorgangspassivs
Bei der Umformung in das Vorgangspassiv wird das Agens (der „Handelnde”, das Subjekt des Satzes im Aktiv) entweder ganz weggelassen oder mit den Präpositionen von oder durch angeschlossen.
Die Wahl der Präposition ist nicht ganz frei, da es einen leichten Bedeutungsunterschied zwischen von und durch gibt:
1. „von“ verweist eher auf den Urheber, die Ursache:
• Ihre Ansiedlung war von Tierfreunden Umweltschützer und Medien als Sieg der Natur gefeirt worden. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50)
2. „durch“ verweist eher auf den Vermittler , das Mittel:
• Die Bevölkerung wird durch die Medien informiert. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50) (Die Medien sind das Mittel, mit dem die Information verbreitet wird)
Am deutlichsten ist der Unterschied dann, wenn sowohl das „von“ als auch das „durch“ –Präpositionalgefüge im gleichen Satz auftreten:
• Er wurde von der Behörde durch einen Boten verständigt. (Prof. Dr. P. Eisenberg, 1998,186)
Der Unterschied zwischen eigentlichem Urheber / eigentlicher Ursache einerseits und Vermittler / Mittel andererseits ist aber oft nicht eindeutig feststellbar, so dass je nach Sichtweise von und über gewählt werden kann. Dabei wird im Allgemeinen für Personen eher von und für Dinge und Abstraktes eher durch gewählt.
Anmerkungen:
1. Prof. Dr.P.Eisenberg (1998, 176ff.) betont, dass von nicht nur bei Personen gebraucht wird, „sondern auch dann, wenn die Agensangabe nicht persönlich ist, also eine Sache oder etwas Abstraktes nennt:
• Der Baum ist vom Blitz (nicht :durch den Blitz) getroffen worden/ Wir wurden von unseren Gefühlen(nicht : durch unsere Gefühle) übermannt.“
2. Die Präposition durch wird auch verwendet, wenn der Urheber oder Träger eines Geschens im Auftrage eines anderen handelt, wenn er nur Vermittler eines Geschehens, Mittelperson ist.
Prof. P.Eisenberg (1998, 178) führt ein deutliches Beispiel dafür an:
„ Das Gelände wurde durch Polizisten gesichert (= Man/Die Behörde/die Regierung o.Ä.sicherte das Gelände durch.[den Einsatz von] Polizisten). Im Gegensatz zu: das Gelände wurde von Polizisten gesichert(= Polizisten sicherten das Gelände).“
Das Vorgangspassiv kommt überwiegend ohne Agensangabe vor; gar nicht möglich ist sie, wenn die Subjekstelle der Aktivstruktur von dem verallgemeinerden Pronomen man besetzt ist.
• Wird Ihr Konzept nicht völlig überfrachtet? („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 42)
Vielfach fehlt die Agensangabe auch deshalb, weil der „Täter“ (der Unheber, die Ursache) entweder nicht genannt werden kann oder soll.
• Training wird heute als Geschäft und nicht als pädagogischer Prozess verstanden. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 12)
Weiterhin wird auf die Agensangabe verzichtet, wenn sie unwichtig ist oder aus dem vorausgehenden oder nachfolgenden Zusammenhang ohne Schwierigkeit erschlossen werden kann . Vor allem Adverbien, Nebensätze, attributive Genitive, Possesivpronomen und Präpositionalgefüge bezeichnen das Agens ausdrücklich oder nicht ausdrücklich:
• Ganz im Gegensatz zur Regierung, wo dieses Votum ignoriert wird.( „Spiegel“, Nr. 32, 2002, 14)

Schließlich können ganze Textsorten auf die Agenzangabe verzichten; so etwa Gesetze, Erlasse, Vorschriften und Anweisungen, deren Agens gewöhnlich mit dem Adressanten des jeweiligen Textes identisch ist und deshalb nicht immer gennant werden muss. Beispiel dazu kann für die praktische Teile benuzte „Vertrag über eine Verfassunf für Europa“ und „ Golf Betriebsanleitung“ sein, wo fast alle Passivssätze ohne Agensangabe gebraucht werden.2.1.2 Unpersönliches Passiv
In Passivsätzen, deren Subjekt nicht den bestimmten Artikel hat, steht häufig das Pronomen es als stellvertretendes Subjekt am Satzanfang. Passivsätze mit intransitiven Verben müssen zwar niemals ein grammatisches Subjekt nehmen, deswegen kann das unpersönliche Passiv für alle intransitiven Verben gebildet werden, die überhaupt ein Passiv bilden.
Das unpersönliche Passiv kommt in zwei Formen vor, nämlich mit und ohne das unpersönliche es:
• Es werden inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe gesehen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 50)
Es erscheint nur am Anfang eines Hauptsatzes und wird , wenn immer möglich, durch ein anderes Satzglied ersetzt. Das Pronomen es kann nicht in passivischen Nebensätzen stehen.
An die Stelle des es, das formal die Subjektstelle besetzt, kann auch eine Adverbialangabe treten.
Dann entfällt es:
• Es wird den Veranstaltern gedankt. – In Berlin wird den Veranstaltern gedankt. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 88)
In Passivsätzen mit einem Subjekt im Plural steht das finite Verb im Plural, auch wenn der Satz mit es beginnt:
• Es werden viele ausländische Restaurants eröffnet. („Spiegel“, Nr. 32,2002, 102)
In Passivsätzen mit Subjekt im Singular und in Passivsätzen mit es als einzigem Subjekt steht das finite Verb immer im Singular:
• Es wird viel Geld fürs Wohnen ausgegeben. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 102)
Bei den Verben mit sein – Perfekt (gehen, laufen, fallen, sterben u. s. w.) ist es häufig sogar die einzige Form, in der das Passiv existiert:
• Es wird gegangen, gerannt, gelaufen.
„ Natürlich kann das unpersönliche Passiv mit es als einziger Ergänzungen nicht gebildet werden, wenn eine weitere Ergänzung, wie [.] das Dativ –Objekt(c)*, obligatorisch ist. „(1994,143) stellt der Grammatiker Peter Eisenberg fest. Er führt solche Beispiele an:
• a) Karl nützt/schadet dem Egon.(Aktiv)
b) Dem Egon wird vom Karl genüzt/geschadet.
c) Es wird(vom Karl) genüzt/geschadet.*
Unpersönliches Passiv kann dort auftreten, wo kein anderes grammatisches Subjekt obligatorisch ist.
In „Grundriss der Deutschen Grammatik“(dritte Auflage)(1994, 143) wird beschrieben:
„ Der Bemerkswert ist, daß ein Satz(d)*[.] in der Bedeutung des unpersönlichen Passivs ungrammatisch ist, obwohl den Anforderungen an die Verbvalenz rein formal genügt ist.
• a) Karl sagte mir, daß Franz kommen soll
b) Karl sagte
c) Daß Franz kommen soll, wurde mir gesagt
d) Es wurde mir gesagt.*“

Man darf nicht das unpersönliche Passiv mit ähnlichen Sätzen verwerchselt:
• Es werden noch Meldungen entgegengenommen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 127)

In diesen Sätzen ist jeweils ein echtes grammatisches Subjekt vorhanden(z.B. Meldungen), das durch Pronomen es vorweggenommen wird. In solchen Fällen ist nicht alein es das grammatische Subjekt.

In der Grammatik “ Grundfragen der deutschen Grammatik“ von Wilhelm Schmidt(1985, 210) wird von der Bedeutung des unpersönlichen Passivs gesprochen:
„[.] eignet dem unpersönlichen Passiv öfter gar keine passivische Bedeutung, sondern es dient zur Angabe eines aktivischen Verhaltens, wenn das Subjekt nicht genant werden kann oder soll, vgl. (= Man hat viel gelacht) [.]; oder es drückt eine energische Aufforderung aus, bei ebenfalls die angabe des Subjekts fehlt: Erst wird gegessen!“2.1.3 Vorgangspassiv mit Modalverb
Es ist festgestellt, daß die Grammatiker dem Thema „Vorgangspassiv mit Modalverben“ nicht genug Aufmerksamheit schenken, weil in den für diese Arbeit verwendeten Grammatiken dieses Thema sehr kurz oder gar nicht besprochen ist. Wegen des Mangels an klaren Regeln für Passiv mit Modalverben entstehen viele Probleme bei der Verwendung des Passivs mit Modalverben. Mehr Information führt „ Übungsgrammtik für Fortgeschrittene“ (1998, 65ff.) an.
Das Vorgangspassiv mit Modalverb wird mit dem Partizip Perfekt des Vollverbs, dem Infinitiv werden und dem Modalverb als finiten Verb gebildet.

Konjuktion des Vorgangspassivs mit Modalwort:
ZEIT BEISPIEL BILDUNG
Präsens Aber „positives Denken“ muss natürlich kombiniert werden mit anderen Erfolgsprinzipen wie Ziele setzen, Ausdauer, Effizienz, ein gutes Umfeld. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 102) Müssen (Präsens ) + kombinieren(Perfekt) + werden (Infinitiv)
Präteritum Bereits Ende Juni 2001 , knapp ein Jahr nachdem Flugprämien erstmal an Dritte übertragen werden konnten, forderte Bundestagspräsident Thierse seine Kollegen auf, ihre Bonuspunkte verstärkt für Dienstreise zu nutzen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 27) Müssen (Präteritum) + kombinieren (Perfekt) + werden (Infinitiv)
Perfekt Er hat beobachtet werden sollen. (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 65) Haben (Präsens) + beobachten(Perfekt) + werden (Infinitiv) + sollen (Infinitiv)
Plusquamperfekt Er hatte beobachtet werden sollen. (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 65) Haben (Präteritum) + beobachaten (Perfekt) + werden (Infinitiv) + sollen (Infinitiv)

Die Grammatiker K. Hall und B. Scheiner (1998,66) bezeichnen, dass “ für die Vergangenheit – vor allem in Nebensätzen – meist das Präteritum, für Futur I das Präsens verwendet werden. Perfekt und Plusquamperfekt werden vor allem im Konjuktiv I und Konjuktiv II gebraucht.“
Es wird bemerkt, dass im Nebensatz für Präsens und Präteritum die übliche Endstellung des finiten Verbs gilt, aber im Perfekt und Plusquamperfekt steht das finite Verb vor den finiten Verbformen:
In der „ Übungsgrammtik für Fortgeschrittene“ (1998,67) wird sehr deutlich der Verwendungsunterschied zwischen Modalverben sollen und wollen festgelegt: „ Das Modalverb wollen bleibt im Passivsatz wollen, wenn sich der Wunsch auf die eigenen Personen bezieht. Das Modalverb wollen wird im Pasivsatz zu sollen, wenn sich der Wunsch auf eine fremde Person oder Sache bezieht.“
• Er soll umgesetzt werden – und zwar schon zum 1. Januar 2003. („Spiegel“, Nr. 32, 42)2. 1. 4 Funktion des Vorgangspassiv
Das Aktiv und das Vorgangspassiv unterscheiden sich hauptsächlich durch eine unterschiedliche Blickrichtung auf den vom Verb beschriebenen Prozess und dessen Agens. Das Agens ist der oder das „Handelnde” in einem Prozess / einer Handlung.
Als Thema bezeichnet man den Ausgangspunkt einer Mitteilung, das Bekannte, Gegebene, das als solches für den Hörer/Leser nur geringen oder gar keinen Mitteilungswert hat. Syntaktisch gesehen besetzt es meistens die Subjektstelle.
Im Aktiv ist der Handelnde identisch mit dem Subjekt:
• Karmon, 81, zählt zu den Pionieren unter den verfolgten und vertriebenen deutschen Juden, die sich früh mit ihrer alten Heimat versöhnten. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 68)
Im Vorgangspassiv wird der gleiche Prozess beschrieben, aber der Handelnde spielt eine weniger wichtige Rolle als das Objekt der Handlung oder die Handlung selbst. Er kann sogar ganz weggelassen werden:
• Das Fenster wird vom Lehrer geöffnet.
Das Fenster wird geöffnet.
• Die Zuschauer applaudierten.
Es wurde applaudiert.
Diese unterschiedliche Blickrichtung erlaubt es dem Sprecher / Schreiber, einen Prozess zu beschreiben und dabei das Agens in den Hintergrund zu rücken oder ganz wegzulassen. Dies kann unter anderem geschehen:
1. weil das Agens bekannt oder nebensächlich ist, respektive weil das Objekt der Handlung oder die Handlung selbst hervorgehoben werden sollen;
2. weil eine Aussage ohne Angabe des Agens objektiver erscheinen soll, zum Beispiel in wissenschaftlichen Abhandlungen und juristischen Texten;
3. aus stilistischen Gründen, um einen Text abwechslungsreicher zu gestalten.
Mit dem Vorgangspassiv kann auch hervorgehoben werden, dass jemand oder etwas nicht der Urheber, sondern das Objekt der Handlung ist. Dies geschieht häufig durch einer direkten Gegenüberstellung des Aktivs und des Passivs:
• Das Volk regiert nicht mehr, es wird regiert. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 126)
Spezialfall: Vorgangspassiv zum Ausdruck eines Befehls
Bei einigen Verben – auch solchen die sonst nicht passivfähig sind – wird mit dem Indikativ Präsens des werden-Passivs ein Befehl ausgedrückt. Diese Art der Aufforderung ist eher umgangssprachlich und wird häufig mit jetzt oder nun eingeleitet:
• Und jetzt wird geschlafen! ( P. Eisenberg, 1994, 149)
• Nun wird wieder gearbeitet! ( P. Eisenberg, 1994, 149)
Indem das Vorgangspassiv dem Sprecher/Schreiber ein Mittel an die Hand gibt, eine Kette von Aktivsätzen abwechslungsreicher zu gestalten, dient es in stilistischer Hinsicht ganz allgemein der Ausdrucksvariation. Darüber hinaus wird es besonders in Stilarten und Textsorten wie Sprache der Wissenschaft und Verwaltung, in wissenschaftlichen Abhandlungen, Gesetzestexten, Anordnungen und Gebrauchsanweisungen verwendet, weil es Formulierungen gestattet , die den Handelnden unbezeichnet werden lassen. Außerdem verliert die Handlung als solche ihren Charakter und erscheint als ein – vom Handelnden losgelöster – Vorgang.
Abgesehen davon, dass das Vorgangspassiv – wegen der Möglichkeit, das Agens auszusparen – eine ökonomische Ausdrucksweise darstellt, ist es auch noch in anderer Hinsicht maßgeblich am Aufbau eines Textes beteiligt: Es hilft dem Sprecher/Schreiber, die Mitteilungsperspektive gemäß seinen Absichten zu entwickeln, und zwar durch Thematisierung des Akkusativobjekts in seiner Äußerung und (stärkere) Rhematisierung von Prädikat und Agensgröße (Handlungsträger).2.2 Bildung des Zustandspassivs
Die traditionelle Grammatik kennt, offenbar in Anlehnung an die lateinische, nur die beiden Geschehensarten Aktiv und Passiv. Es gibt aber im Deutschen noch ein weiteres Genus, nämlich das sogenannte Zustandspassiv.
Es wird – wie das Vorgangspassiv – mit Hilfe des Partizips II gebildet, zu dem aber nicht das Hilfsverb werden, sondern sein hinzutritt.
Konjuktion des Zustandspassivs:
ZEIT BEISPIEL BILDUNG
Präsens Zwar sind die Parlamentarier schon jetzt verpflichtet, ihre Nebenjobs dem Bundentagspräsideten anzuzeigen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 29)

Sein (Präsens) + verpflichten (Partizip Perfekt)
Präteritum Für 2000 lag der geldwerte Vorteil unter dem Frieberg, das Dosier für 2001 war noch nicht abgelegt.(„Spiegel“, Nr. 32, 2002, 39) Sein (Präteritum)+ ablegen (Partizip Perfekt)
Perfekt Er ist bestellt gewessen. (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 70) Sein (Präsens)+ bestellen (Perfekt) + sein ( Perfekt)
Plusquamperfekt Er war bestellt gewesen. (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 70) Sein (Präteritum) + bestellen ( Perfekt) + sein ( Perfekt)
Futur I Er wird bestellt sein. (K. Hall / B. Scheiner, 1995, 70) Werden (Präsens) + bestellen (Perfekt) + sein (Infinitiv)

Vorgangs- und Zustandspassiv unterscheiden sich in der Sehweise. Im Gegensatz zum Aktiv und zum Vorgangspassiv beschreibt das Zustandspassiv keinen Vorgang, sondern das Resultat eines Vorganges, einen statischen Zustand ,der oft das Resultat eines Prozesses ist.
In den meisten Fällen kann das Zustandspassiv vom Vorgangspassiv abgeleitet werden. Dabei werden die Formen des Hilfsverbs werden durch die Formen des Hilfsverbs sein ersetzt:
Vorgangspassiv Zustandspassiv
Die Angehörigen werden von den Behörden informiert. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 70) Die Angehörigen sind informiert(worden).

Bei der Umwandlung des Vorgangspassiv- in das Zustandspassiv wird, formal betrachtet, „werden“ getilgt. Inhaltlich betrachtet , wird der Sachverhalt nicht mehr als Vorgang, als Prozess, als Handlung mitgeteilt, sondern als ein Zustand, der das Ergebniss des Vorgangs oder der Handlung darstellt.
Der Grammatiker Peter Eisenberg (1998, 147) führt an, daß „das Zustandspassiv formal und semantisch eng auf das Vorgangspassiv bezogen ist. Seine relative Selbständigkeit zeigt sich aber daran, daß es manchmal eine gänzlich andere Bedeutung hat als das Vorgangspassiv (1) und daß es Fälle gibt, wo ein Zustandspassiv, nicht aber ein Vorgangspassiv möglich ist (2).“
• 1) Ihr seid Herzlich zu unserem Fest eingeladen(worden). (P.Eisenberg, 1994, 147)
• 2) Das Graben nach Altwaffen aus dem Weltkrieg ist zwar nach rusischem Recht nicht verboten. („ Der Spiegel“, 32, 2002, 53 )
In der Grammatik „ Duden 4“ (1998, 186) wird erwähnt, daß besonders in Norddeutschland häufig das Zustandspassiv gebraucht wird, obwohl es nicht das Ergebniss einer Handlung, sondern die Handlung selbst in ihrem Verlauf bezeichnet werden soll( da so das Zustandspassiv nur in der Ugangssprache verwendet wird, war das Beispiel aus früher erwähnter Grammatik genommen):
• Die Herren sind gebeten, pünktlich zu erscheinen.(Statt richtig:)/ Die Herren werden gebeten, pünktlich zu erscheinen.
Meistens bleibt es der freien Entscheidung des Sprechers/ Schreibers überlassen, ob er einen Sachverhalt als Handlung im Vorgangspassiv miteilen will oder als Ergebniss einer Handlung im Zustandspassiv.2.2.1 Agensangabe des Zustanspassiv
Im Zustandspassiv wird das Agens (der / das „Handelnde”) des vom Verb beschriebenen Prozesses meistens weggelassen, vor allem wenn es sich um ein menschliches Agens handelt.
Aktiv Vorgangspassiv Zustandspassiv
Die Behörden informieren die Angehörigen. Die Angehörigen werden von den Behörden informiert. Nicht: Die Angehörigen sind von den Behörden informiert.

Das Agens kann nur dann angegeben werden, wenn es nicht der eigentliche Urheber der Handlung (das eigentliche Agens), sondern eher ein Mittel ist. Oft ist dann das Vorgangspassiv nicht möglich (obwohl das Verb eigentlich passivfähig ist):
Aktiv Vorgangspassiv Zustandspassiv
Trümmer bedecken die Straße. Nicht: Die Straße wird mit Trümmern bedeckt. Die Straße ist mit Trümmern bedeckt. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 105)2.2.2 Zustandspassiv mit Modalverb
Grammatische Literatur , die in dieser Arbeit verwendet wurde , gibt keine Regeln über den Gebrauch des Zustandspassivs an, obwohl man in den Texten solche Passivsätzen zu finden sind.2.2.3 Zustandspassiv und Zustandsreflexiv
Reflexive Verben bilden ebenfalls kein Zustandspassiv (sein-Passiv). Einige reflexive Verben, die ein Reflexivpronomen im Akkusativ haben, bilden ein Zustandsreflexiv.
Das Reflexivpronomen fällt weg:
Sich verloben(reflexives Verb mit Akkusativ) =verlobt sein(Zustandreflexiv)/ Er ist verlobt.
Nicht alle reflexiven Verben im Akkusativ können ein Zustandsreflexiv bilden. Kein Zustandsreflexiv haben zum Beispiel: sich freuen, sich schämen, sich räuspern usw.
Das Zustandsreflexiv hat die gleiche Form wie das Zustandspassiv. Bei reflexiv verwendeten Verben muss deshalb aus dem Satzzusammenhang erschlossen werden, ob es sich um ein Zustandspassiv oder um ein Zustandsreflexiv handelt:
Zustandsreflexiv: Das Kind ist gewaschen. « Das Kind hat sich gewaschen.
Zustandspassiv: Das Kind ist gewaschen. « Die Mutter hat das Kind gewaschen.

Die Grammatikerinnen Karin Hall und Barbara Scheider ( 1995, 71) führen einenTeil von reflexiven Verben an, die das Zustandspassiv bilden:
Sich bemühen (bemüht sein), sich einstellen auf (eingestellt sein auf), sich empören (emört sein), sich entschließen (entschlossen sein), sich entspannen (entspannt sein), sich gewöhnen an (gewöhnt sein an), sich interessieren für (interessiert sein an), sich kontzentrieren auf (konzentriert sein af), sich richten gegen (gerichtet sein gegen).2.2.4 Zustandspassiv und andere Konstruktionen
Die Form des Zustandspassivs (sein + Partizip Perfekt) ist mit einigen anderen Konstruktionen identisch und deshalb ist verwechseltbar. Die verschiedenen Konstruktionen sind aber mit Hilfe einer Umformungsprobe relativ einfach voneinander zu unterscheiden:
Umformungsprobe
Das Zustandspassiv kann ins Aktiv überführt werden, wobei die folgenden beiden Umformungen realisiert werden müssen:
1. Das Subjekt wird zum Akkusativobjekt.
2. sein + Partizip Perfekt werden durch den Indikativ Präsens Aktiv ersetzt.
• Der Platz ist mit Trümmern bedeckt.

Probe:
Die Straße ist mit Trümmern bedeckt. („Spiegel“, Nr. 32, 2002 105) » Trümmer bedecken die Straße.

Bei anderen Konstruktionen ist eine solche Umformung nicht möglich:
1. Perfekt Aktiv mit sein
Das Perfekt Aktiv von Verben, die die Vergangenheit mit sein bilden, hat ebenfalls die Form sein + Partizip Perfekt:
• Sie sind nach Amerika ausgewandert.
Probe:
Sie sind nach Amerika ausgewandert. („Spiegel“, Nr. 32, 2002 105) Nicht: Man wandert sie nach Amerika aus.

2. Zustandspassiv und mit sein angeschlossenes Adjektiv (adjektivisches Prädikat)
Es geht hier um Perfektpartizipien, die ihren verbalen Charakter verloren haben und als Adjektive verwendet werden. Es ist wichtig sie mit Zustandspassiv nicht verwechselt.
Probe:
Sie ist Neuem gegenüber aufgeschlossen. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 98) Nicht: Man schließt sie Neuem gegenüber auf.3. Passivfähigkeit
Nicht alle Verben in der deutsche Sprache können das Passiv bilden. Ein Teil der Verben ist nur beschränkt passivfähig. Da die Grenze zwischen passivfähigen und passivunfähigen Verben nicht durch eine Regeln angegeben werden kann, muss bei jedem Verb mitgelernt werden, ob es passivfähig ist.
Viele Fremdsprachler wissen das nicht genau oder gar nicht, deshalb gibt es sehr oft Schwierigkeiten bei der Bestimmung der Passivfähigkeit. Die Schwierigkeit liegt darin, dass man entscheiden soll zu welcher Gruppe das Verb gehört.3.1 Transitive Verben
Die meisten transitiven Verben können das Passiv bilden. Passivfähig sind folgende Verben:
1. Des Habens oder Erhaltens: bekommen, besitzen, haben, kriegen, erhalten, behalten.
*Der Grammatik (Schendel, 1988, 63) nach kann das Verb auch zuweilen im Passiv stehen, allerdings nur in der Fachsprache( Naturwissenschaft)
• Durch diese Reaktionen werden neue Stoffe erhalten. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 92)
2. Verben des „ geistigen Habens“: kennen, wissen, erfahren.
„ Grammatik der deutschen Sprache“ von L. Glötze und „ Duden4. Grammatik“ von Prof. P. Eisenberg zählen zu diesen Verben auch können, sofern das mit ihm verbundene Akusativobjekt einen gedankeninhalt oder etwas Gewusstens bezeichnet.
3. Verben, die einen Inhalt oder eine Anzahl angeben: beinhalten, enthalten, fassen, umfassen ,betragen, zählen.
4. Verben, die ein Gewicht, eine Länge oder Preis angeben: kosten, gelten.
5. Verben mit der Bedeutung „ sein“
K. Hall und B. Scheiner sondern in ihrer „ Übungsgrammatik“ die Gruppe von Verben mit der Bedeutung „ sein“, (d.h. die Verben, die als Synonyme des Verbs „sein“ dienen) ab: bedeuten, bilden, darstellen.
* In einigen Fällen wird die Passivbildung durch die leksikalische Bedeutung von Verben blockiert. Die Verben bezeichnen keine aktive zielgerichtete Handlung, die von einem Agens ausgeht und auf ein Objekt gerichtet ist. Das wird an einigen Verben sichtbar, die je nach ihrer Bedeutung passivfähig oder passivunfähig sind.
• Der Koffer wiegt schwer – ’ Passivunfähig’ / Das Pfund Kaffe ist knapp gewogenm – ’ Passivfähig’
6. Mit der Angabe von Körperteilen

Manche Grammatiken(Götze/Lüttich, 1999,94; Schendel,1988,63; Eisenberg, 1998,179; Jung, 1973, 235) stellen fest, dass bei der Passivbildung auch die Art des Objekts wichtig ist: drückt das Objekt einen Körperteil des Subjekts oder am Körper getragenes Kleidungsstück aus, so ist die Passivform kaum möglich. Die Grammatiken geben zu diesem Kapitel solche Beispiele wie schüttel, rümpfen, entledigen(sich).
• Er entledigte sich Mantels.
*Die Grammatik von Schendel macht hier eine Fußnote:
• Die Krankenschwester verbindet sein verletztes Bein.
Möglich: Sein Bein wird (von der Krankenschwester)verbunden.

In der Grammatik (Jung, 1973, 235)wird bezeichnet, dass das Passiv von Verben dieser Gruppe möglich ist allerdings nur ohne Nennung des Handelnden:
• Die Händen werden gewaschen./ nicht möglich: Die Händen werden von uns gewaschen.3.2 Intransitive Verben
Fast alle intransitiven Verben sind passivunfähig. Es gibt nur noch einzelne Fälle, wenn das Passiv gebildet werden kann. Falls die intransitiven Verben passivunfähig sind , können sie nur die unpersönliche Passivstruktur bilden.
In der Übungsgrammatik(Hall/ Scheiner, 1998, 69) führt man folgende Gliederung der intransitiven Verben aus:
1. Verben mit „haben“ im Perfekt
Kein Passiv bilden intransitive Verben mit „haben „ Perfekt, d. h. Diese Verben benutzen das Hilfsverb „haben „ bei der Bildung der Perfektform. Als Beispiele bietet die Grammatik die Verben: brennen, blühen, gehören zu, glühen, scheinen, schmecken.
• Für die Leute besteht der Stress nicht darin, den Ratenzahlung für das neue Dach nachzukommen. („Spiegel“, Nr. 32, 103)
2. Verben mit „sein“ im Perfekt
Intransitive Verben mit „sein“ im Perfekt, d.h. Verben der Fortbewegung und der Zustandsveränderung, die Perfekt mit dem Hilfsverb „sein“ bilden, sind nicht passivfähig.
*K. Hall und B. Scheiner betrachten hier als Ausnahme die intransitive Verben, die allgemeine Festellungen und energische Aufforderungen bezeichnen:
• „ Jetzt wird aber aufgestanden“(Hall/Scheiner,1998,69)
Die Beispiele dieser passivfähigen intransitiven Verben sind in der Zeitung „Spiegel“ nicht gefunden worden, deshalb kann man festellen, dass die Passivvarianten von diesen Verben in der Sprache sehr selten und meistens nur in der gesprochenen Umgangssprache gebraucht werden.
3. Verben, deren Subjekt nicht Urheber der Handlung ist
Die Grammatiken(Eisenberg, 1998,179; Götze/ Lüttich, 1999, 94) sondern noch einen Teil von intransitiven Verben ab. Die Verben also, deren persönliches Subjekt nicht Träger oder Auslöser einer Handlung ist, sind auch passivunfähig..
• Das Bild ähnelt einem anderen, das ich kenne.3.3 Reflexive und unpersönliche Verben
Die deutschen reflexiven Verben stehen in der Regel nicht im Passiv.
• Viele Ostdeutsche erinnern sich jetzt, wo es ihnen schlecht geht, an diese Seite der DDR, erzählen ihren Kinder davon, und so entsteht diese Sehnsucht. („Spiegel“, Nr. 32, 68)
„ Übungsgrammatik für Fortgeschrittene“ von K. Hall und B. Scheiner (1998, 69) macht aber hier eine Ausnahme: „In Aufforderungssätzen kommen reflexive Passivformen immerhin gelegentlich vor. Jedoch solche Beispiele findet man nur in der gesprochenen Sprache.
• Jetzt wird sich aber sofort gewaschen!“
Grammatiken beschreiben auch einen Teil der deutschen Verben, die die sog. unpersönlichen Ausdrücke bilden. Die Grammatik (Schendels, 1988,63) gibt die meisten Beispiele von diesen Verben: es gibt, es friert, es schaudert, es hungert, es dürstet, es wundert mich an. Die anderen Grammatiken (Hall/Schneider, 1998, 69; Eisenberg, 1998, 179) legen noch es regnet, es mangelt an, es setzt zu.3.4 Verben mit Infinitiv ohne „zu“ und feste Verbverbindungen
„ Übungsgrammatik für Fortgeschrittene“ von K. Hall und B. Scheiner gibt folgende Verben an, die, wenn sie als modalverbähnliche Verben gebraucht werden, nie das Passiv bilden: bleiben, fahren, fühlen, gehen, haben, helfen, hören, kommen, lassen, lehren, lernen, schicken, sehen, spüren. Diese Teilung entspricht auch der Grammatik von L. Götze und E. Hess – Lüttich.
• Am 5. April ging es den gleichen Weg zurück. („Spiegel“, Nr. 32, 2002, 25)
Zu der Gruppe von festen Verbverbindungen, die die Grammatiker absondern, gehören auch die Verben, die mit ihrem Akkusativobjekt eine feste Verbindung eingehen. Diese Verben sind in der Regeln passivunfähig. Die Grammatiken geben folgende Beispiele: Mut fassen, Atem holen, Gefahr finden und die Bessinung verloren an.4. Gebrauch vom Passiv in publizistischen und sachlichen Texten
Indem das Passiv dem Sprecher/Schreiber ein Mittel an die Hand gibt, eine Kette von Aktivsätzen abwechslungsreicher zu gestalten, dient es in stilistischer Hinsicht ganz allgemein der Ausdrucksvariation. Darüber hinaus wird es besonders in Stilarten und Textsorten wie Sprache der Wissenschaft und Verwaltung, in wissenschaftlichen Abhandlungen, Gesetzestexten, Anordnungen und Gebrauchsanweisungen verwendet, weil es Formulierungen gestattet , die den Handelnden unbezeichnet lassen. Außerdem verliert die Handlung als solche ihren Charakter und erscheint als ein – vom Handelnden losgelöster – Vorgang.
Meistens sind Verben im Aktiv verwendbar, deswegen kommen Passivphrasen viel seltener und besonders in geschriebener Sprache vor. Das Passiv sieht steif und umständiclich aus. Durch die zusammengesetzte Verbform wird es auch grammatisch kompliziert. Da diese Passivsätze allerdings recht ergiebig und daher z.B. auch für verschiedene Textsorten wichtig sind, werden die Passivsätze in publizistischen und sachlichen Texten untersucht.
Zu diesem Zweck wurde das vorliegende Material in dem praktischen Teil dieser Arbeit ausgewertet. Nach der Klärung der teorischen Fragen des Passivs in Kapiteln 1, 2, 3 wurden daher in diesem Kapitel Passivsätze in publizistischem Text (in der Zeitschrift „ Spiegel“ ), im Gesetztext („ Vertrag über eine Verfassung für Europa“, 1 – 50 Seiten) und in der Gebrauchanweisung („ Golf Betriebsanleitung“, 1- 50 Seiten) ausgesucht und nach den Passivarten in jedem Text eingeordnet. Sie werden auch mit Hilfe der Diagramme ausgewertet und analysiert.4.1 Einteilung und Häufigkeit der Passivsätze im Gesetztext
Im „Vertrag über eine Verfassung für Europa“(50 Seiten) wurden insgesamt 107 Passivsätze gefunden. Behördensprache ist oft unpersönlich , das können die gefundenen Passivsätze beweisen: 102 davon ohne Agensangabe und nur fünf Sätze mit den Agensangabe:
• Sie werden von den Regierung der Mitgliedstaaten im gegenseitigen Einvernehmen für eine Amtszeit von sechs Jahre ernannt.( „Vertrag über eine Verfassung für Europa“,2004, 24)
• Sie erfüllt diese Aufgaben mit Hilfe der Fähigkeiten, die von den Mitgliedstaaten bereitgestellt werden.( „Vertrag über eine Verfassung für Europa“,2004, 30)
• Europäische Beschlüsse[.] werden vom Rat einstimmig auf vorschlag des Außenministers der Union oder auf Initiative eines Mitgliedstaats erlassen. („Vertrag über eine Verfassung für Europa“, 2004, 31)
• Der Europäische Beschluss über die Ermächtigugn zu einer Verstärkten Zusammenarbeit wird vom Rat als leztes Mittel erlassen, wenn dieser festellt, dass die mit dieser Zusammenarbeit angestrebten Ziele von der Union in ihrer Gesamtheit nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitraums verwirklicht werden können, und sofern an der Zusammenarbeit ein Drittel der Mitgliedstaaten beteiligt ist. („Vertrag über eine Verfassung für Europa“,2004, 33)
• Der Europäische Beschluss über die Ermächtigugn zu einer Verstärkten Zusammenarbeit wird vom Rat als leztes Mittel erlassen, wenn dieser festellt, dass die mit dieser Zusammenarbeit angestrebten Ziele von der Union in ihrer Gesamtheit nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitraums verwirklicht werden können, und sofern an der Zusammenarbeit ein Drittel der Mitgliedstaaten beteiligt ist. („Vertrag über eine Verfassung für Europa“, 2004, 33)
Diagramm 1

Gesetze, Erlasse, Vorschriften und Anweisungen können auf die Agensangabe verzichten, weil ihre Agens gewöhnlich mit dem Adressaten des jeweiligen Textes identisch ist und deshalb nicht immer genannt werden muss. In Gesetzestexten ist die Tatsache wichtiger als der Name der Verhandlungspartner.
Im Diagramm 2 werden die im Vortrag gefundenen Passivsätzen nach Passivarten analysiert,um festzustellen welche Zeitformen und Passivsätzen in solchen Texten am häufigsten gebraucht werden. Im Vertrag wurden 57 Belege (Anhang 1) des Vorgangspassivs im Präsens gefunden. Das beträgt 53% aller Passivsätze.
In diesem Gesetztext sind 29 Zustandspassivsätze des Präsens (Anhang 1), und 20 Vorgangspassiv des Präsens mit Modalwort (Anhang 1) ausgesucht

Diagramm 2

Es ist zu bemerken, dass in dem untersuchten Text nur ein Vorgangspassivsatz der Vergangenheit( Präteritum) gefunden wurde:
• In diesem Zusammenhang erfolgt die Auslegung der Charta durch die Gerichte der Union und der Mitgliedstaaten unter gebührender Berücksichtigung der Erläuterungen, die unter der Leitung des Präsidiums des Konvents zur Ausarbeitung der Charta formuliert und unter der Veranwortung des Präsidiums des Europäischen Konvents aktualisiert wurden.( „Vertrag über eine Verfassung für Europa“, 41)
Daraus folgt, dass Passivsätze im Präsens für die Gesetzestexte typisch sind.4.2 Einteilung und Häufigkeit der Passivsätze in der Gebrauchsanweisung
Als Text der Gebrauchanweisung wurde „Golf Betriebsanleitung“ untersucht. Auf den 50 Seiten der „Golf Betriebsanleitung“ wurden 171 Sätze des Passivs(Anhang 1) gefunden. Diese Passivsätze wurden nach Passivarten verteilt. (Diagramm 3).
Diagramm 3

In allen Passivsätzen dieses Textes wird handelde Person nicht genannt. Hier ist unerheblich, für wen die Empfehlungen bestimmt sind. Sie gelten allgemein. Ist der Täter (das Aktivsubjekt) selbstverständlich oder unbedeutend, dann wirkt es oft komisch, es trotzdem zu nennen:
• Die Fenster werden mit den Kurbeln in den Türverkleidungen geöffnet und geschlossen.( „Golf Betriebsanleitung“, 1990, 11)
• Die Fenster werden mit den Kurbeln in den Türverkleidungen von dem Fahrer geöffnet und geschlossen.
Wie das Diagramm 3 zeigt, wurden meistens Vorgangspassivsätzen im Präsens (68) gefunden. Den zweiten Platz nehmen Vorgangspassivsätze im Präsens mit Modalwort (62) ein. Der dritte Plaz gehört den Zustandspassivsätzen des Präsens (27). Dann folgen die Vergangenheitsformen des Vorgangspassivs, aber diese Sätze betragen nur 3% allen ausgesuchten Passivsätze. In dieser Gebrauchsanweisung sind ein Vorgangspassivsatz im Perfekt und zwei Vorgangspassivsätzen im Präteritum zu finden:
• [.], auch wenn das Schloß abgeschlossen worden ist. („Golf Betriebsanleitung“, 1990, 9) – ’Das Vorgangspassivsatz des Perfekts’
• Sicherheitsgurte; die beschädigt sind oder während eines Unfalles beansprucht und dadurch gedehnt wurden, müssen erneuert werden – am besten von einem V. A. G Betrieb. („Golf Betriebsanleitung“, 1990, 14) – ’Das Vorgangspassivsatz des Imperfekts’
• Wenn während der Fahrt einmal versehentlich in „N“ geschaltet wurde, muß vor dem Wiedereinlegen eines VorwährtsfahrbereichesGas weggenommen und Leerlaufdrehyahl abgewartet werden. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 27) – ’Das Vorgangspassivsatz des Imperfekts’
In diesem Text ist noch eine Passivform zu finden, die in anderen untersuchten Texten nicht vorhanden war (11 Zusdandspassivsätze im Präsens mit Modalwort):
• Der Sicherungsknopf muß dabei hochgezogen sein. ( „Golf Betriebsanleitung“,1990, 9)
• Aus Sicherheitsgründen muß die Motorraumklappe im Fahrbetrieb immer fest geschlossen sein. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 10)
• Das Gurtband darf nicht eingeklemmt sein und nicht an scharfen Kanten scheuern. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 13)
• Das Gurtband darf nicht verdreht sein. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 15)
• Aus Sicherheitsgründen müssen die Vordersitzlehnen während der Fahrt immer verriegelt sein. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 19)
• Die Rücksitzlehne muß sicher eingerastet sein, [.]. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 20)
• Sollte der Motor trozdem nicht anspringen, kann die Schmelzsicherung für die Dieselvorglühanlage durchgebrannt sein. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 31)
• In der Mehrfachkammerleucht (Pfeil.) können folgende Kontrolleuchten enthalten sein [.]. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 34)
• Macht sich gleizeitig ein größerer Leerweg des Bremspedals bemerkbar, kann einer der beiden hydraulischen Bremskreise ausgefallen sein. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 34)
• Während des Tankens muß die Zündung ausgeschaltet sein, anderfalls wird nach dem tanken der Tankinhalt erst nach längerer Zeit richtig angezeigt. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 47)
• Die Schalter können aus technischen Gründen auch in einer anderen Reihenfolge eingebaut sein. („Golf Betriebsanleitung“,1990, 49)
Es ist unerlässlich zu betonen, dass es über Zustandspassivsätze mit Modalwort keine Information in der grammatischen Literatur gibt.
Andere Passivarten sind in dieser Gebrauchanweisung kaum zu finden.
Es ist festzustellen, dass die Verwendung der Passivsätze in den Gebrauchanweisungen ganz ähnliche Tendenzen wie in den Gesetztexten aufweisen. Vor allem ist folgendes zu betonen, dass in beiden Textsorten Vorgangspassiv- und Zustandspassivsätze im Präsens typisch und Passivsätze in Vergangenheitsforme fast unverwendbar sind.4.3 Einteilung und Häufigkeit der Passivsätzen in der Zeitschrift
Aus den 50 Seiten der Zeitschrift ,,Spiegel”wurden insgesamt 56 Passivsätze (Anhang 2) ausgesucht und analysiert.
Die gefundenen Passivsätze wurden nach Passivarten verteilt, was weiter folgendes Diagramm 4 angibt:

Diagramm 4

In der Zeitschrift sind am wenigsten Passivsätze gefunden. Die meisten der gefundenen Passivsätze sind Vorgangspassivsätze im Präsens(19) und die Vorgangspassivsätze im Präsens mit Modalwort (13). Wie Diagramm 4 zeigt, sind in der Zeitschrift mehr Passivarten als in den vorher untersuchten Textsorten zu finden: Zustandspassivsätze im Präsens (8), Vorgangspassivsätzen im Präteritum(7), Zustandspassivsätzen im Präteritum (5), Vorgangspassivsätze im Plusquamperfekts (3) und Vorgangspassivsätzen im Präteritum mit Modalwort(1).
Der Verwendung von Passivsätzen in publizistischen Texten unterscheidet sich von den vorher untersuchten Textsorten durch ihr breites Spektrum der Passivarten. Es ist zu bemerken, dass in der Zeitschrift 7 unterschiedliche Passivarten verwendet wurden.SCHLUSSFOLGERUNGEN
Eines der grammatischen Mittel für die Beibehaltung oder Änderung der Mitteilungsperspektive, zur Anpassung der Beschreibung an die Sprechsituation oder an den Kontext ist das Passiv. Das Passiv bezeichnet eine Handlung, die Umgekehrt auf das Satzsubjekt gerichtet ist.
In der Arbeit hat man sich mit der Analyse der Passivsätze in sachlichen und publizistischen Texten (Belege aus dem „ Vertarg über eine Verfassung für Europa“,aus der „Golf Betriebsanleitung“, aus der Zeitschrift „Spiegel“) befasst.
Die durchgeführte Analysevon Passivsätzne lässt folgende Schlussforgerungen ziehen:
• Es wurden am meistens Passivsätzen in der Gebrauchsanweisung(171) gefunden, dann folgt die Zahl von den Passivsätzen im Gesetztext(107) und in der Zeitschrift(56).

• Die Ergebnisse der Analzse lässt festellen, dass Passivsätzen die deutsche – grammatische Form sind, die besonders in Stilarten und Textsorten wie Sprache der Wissenschaft und Verwaltung, in Gesetzestexten, Anordnungen und Gebrauchsanweisungen Verwendung finden.
• In der sachlichenTexten werden fast alle Sätze (273) ohne Agensangabe verwendet, weil in der deutschen Sprache ganze Textsorten ( Gesetze, Erlasse, Vorschriften, Anweisungen), deren Agensangabe gewöhnlich mit denAdressate des jeweiligen Textes identisch ist und deshalb nicht immer zu nennen ist, auf die Agensangabe verzichten.
• Die gefundene Zahl der Passivsätze im Präsens(99%) lääst behaupten, dass in den Sachtexten Vorgangspassiv- und Zustandspassivsätze im Präsens typisch und Passivsätze in Vergangenheitsforme fast unverwendbar sind.

• Im publizistischen Text werden 7 unterschiedliche Passivarten (Diagramm4)gefunden, deswegen kann man feststellen, dass für publizistische Texten ein breites Spektrum der Passivarten charakteristisch ist.
• Es ist unerlässlich zu betonen, dass bei der Analyse der Gebrauchsanweisung 11 Zustandspassivsätzen des Präsens mit Modalwort gefunden sind , obwohl keine Information über das Zustandspassiv mit Modalwort in der grammatische Literatur angeführt ist.
• In den untersuchten Texten sind keine Passivsätzen im Futur I, Futur II zu finden, weil diese Forme des Passivs in der deutschen Sprache selten gebraucht werden.REZIUMĖ
Šio darbo tema yra „ Neveikiamosios rūšies sudarymas ir vartojimas vokiečiių kalboje“. Darbo tikslas yra nustatyti proceso ( Vorgangspassiv) ir būsenos (Zustandspassiv) pasyvo sudarymo ypatybes ir galimybes; taip pat parodyti neveikiamosios rūšies vartojimo galimybes.
Darbe aptariamas skirtumas tarp veikiamosios ir neveikiamosios rūšies, pateikiamos vokiečių kalbos neveikiamosios rūšies sudarymo ir vartojimo taisyklės, aprašomi veiksmažodžiai nesudarantys neveikiamosios rūšies.
Analitinėje šio darbo dalyje remiantis pavyzdžiais iš dalykinių ir publicistinių tekstų analizuojama neveikiamosios rūšies vartojimo ypatybės ir dažnumas, analizės rezultatai vaizduojami diagramos.LITERATURVERZEICHNIS
Büntig, D., Eichler, W. (1994) Deutsche Grammatik. Weinheim: Weincheimverlag
Eisenberg, P. (1998), Grammatik der deutschen Gegenwartssprache (Duden Band 4). Mancheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag.
Eisenberg, P. (1994), Grundriß der deutschen Grammatik 3(überarbeitete Auflage). Stuttgart,

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Der Spiegel Nr. 32, 2002.08.05, Deutschland
Vertrag über eine Verfassung für Europa, 2004, Amtsblatt der Europäischen Union
Golf Betriebsanleitung, 1990, Vollkswagen AG

ANHANG 1
Passivsätze aus dem„ Vertrag über eine Verfassung für Europa“ (2004, 1 – 50)

Vorgangspassivsätze im Präsens
1. Der Europatag wird in der gesamten Union am 9. Mai gefeiert.(13)
2. Diese Rechte werden unter den Bedingungen und innerhalb der Grenzen ausgeübt, die in der Verfassung und durch die in Anwendung der Verfassung erlassen Maßnahmen festgelegt sind.(14)
3. Der Europäische Rat erlässt mit qualizierter Mehrheit einen Europäischen Beschluss, mit dem anderen Zusammensetzungen des Rates festgelegt werden.(21)
4. Der Vorsitz im Rat in allen seinen Zusammensetzungen mit Ausnahme des Rates „Auswärtige Angelegenheiten“ wird von den Vertretern der Mitgliedstaaten im Rat nach Maßgabe eines Europäischen Beschlusses des Europäischen Rates nach einem System der gleichberechtigten Rotation wahrgenommen.(21)
5. Die Mitglieder der Kommission werden aufgrund ihrer allgemeinen Befähigung und ihres Einsatzes für Europa unter Persönlichkeiten ausgewählt, die volle Gewähr ihre Unabhängigkeit bieten.(22)
6. Die erste Kommission , die in Anwendung der Verfassung ernannt wird, einschließlich ihres Präsidenten und des Außenministers der Union, der einer der Vizepräsidenten der Kommission ist, besteht aus je einem Staatsangehörigen jedes Mitgliedstaats.(22)
7. Dieses System wird durch einen vom Europäischen Rat einstimmig erlassen Europäischen Beschluss geschaffen, der auf folgenden Grundsätzen beruht.(22)
8. Die Mitgliedstaaten werden bei der Festlegung der Reihenfolge und der Dauer der Amtzeiten ihrer Staatsangehörigen in der Kommission vollkommen gleich behandelt.(22)
9. Diese werden auf der Grundlage der Vorschläge der Mitgliedstaaten entsprechend der Kriterien anch Artikel I – 26 Absatz 4 und Absatz 6 Unterabsatz 2 ausgewält.(23)
10. Sie werden von den Regierung der Mitgliedstaaten im gegenseitigen Einvernehmen für eine Amtszeit von sechs Jahre ernannt.(24)
11. Das Europäische System der Zentralbanken wird von den Beschlussorganen der Europäischen Zentralbank gelaitet. (25)
12. Die Europäische Zentralbank wird in den Bereichen, auf die sich ihre Befugnisse erstrecken, zu allen Entwürfen für Rechtsakte der Union sowie zu allen Entwürfen für Rechtvorschriften auf einzelstaatlicher Ebene gehört und kann Stellungnahmen abgeben. (25)
13. Das Europäische Parlament, der Rat und die Komission werden von einem Ausschuss der Regionen sowie einem Wirtschafts- und Sozialausschluss unters.tüzt, die beratende Aufgaben wahrnehmen.(26)
14. Die Vorschriften der Absätze 2 und 3 über die Art ihrer Zusammensetzung werden in regelmäßigen Abständen vom Rat überprüft, um der wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Entwicklung in der union rechnung zu tragen.(26)
15. Werden das Europöische Parlament und der Rat mit dem Entwurf einen Gesetzgebungsakts befasst, so nehemn sie keine Akte an, die nach dem für den betreffenden Bereich geltenden Gesetzgebungsverfahren nicht vorgesehen sind.(27)
16. In den betreffenden Europäischen Gesetzen oder Rahemengesetzen werden Ziele, Inhalt, Geltungsbereich und Dauer der Befugnisübertragung ausdrücklich festgelegt.(28)
17. Für die Zweck des Absatzes 2 werden durch Europäisches Gesetz im Voraus allgemeine Regeln und Grundsätze festgelegt.(28)
18. In den übrigen Fällen werden sie vom Präsidenten des Organs, das sie erlassen hat, unterzeichnet.(29)
19. Andere als die Absatz 2 genannten Europäischen Beschlüsse werden denjenigen, für die sie bestimmt sind, bekannt gegeben und durch diese Bekanngabe wirksam.(29)
20. Europäische Beschlüsse, die an keinen bestimmten Adressaten gerichtet sind, sowie Europäische Verordnungen werden vom Präsidenten des Organs, das sie erlassen hat, unterzeichnet.
21. Das Europäische Parlament wird zu den wichtigsten Aspekten und den grundlegenden Weichenstellungen der Gemeisamen Außenß und Sicherheitspolitik regelmäßig gehört.(30)
22. Es wird über ihre Entwicklung auf dem Laufenden gehalten.(30)
23. Sie erfüllt diese Aufgaben mit Hilfe der Fähigkeiten, die von den Mitgliedstaaten bereitgestellt werden.(30)
24. Es wird eine Agentur für die Bereiche Entwicklung der Verteidigungsfähigkeiten, Forschung, Beschaffung und Rüstung(Europäische Verteidigungsagentur) eingerichtet,[.].(31)
25. Europäische Beschlüsse[.] werden vom Rat einstimmig auf vorschlag des Außenministers der Union oder auf Initiative eines Mitgliedstaats erlassen. (31)
26. Das Europäische Parlament wird zu den wichtigsten Aspekten und den grundlegenden Weichenstellungen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik regelmäßig gehört.(31)
27. Es wird über ihre Entwicklung auf dem Laufenden gehalten.(31)
28. Sie werden in die politische Kontrolle von Europol und die Bewertung der Tätigkeit von Eurojust nach den Artikeln III- 276 und III-273 einbezogen.(31)
29. Der Europäische Beschluss über die Ermächtigugn zu einer Verstärkten Zusammenarbeit wird vom Rat als leztes Mittel erlassen, wenn dieser festellt, dass die mit dieser Zusammenarbeit angestrebten Ziele von der Union in ihrer Gesamtheit nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitraums verwirklicht werden können, und sofern an der Zusammenarbeit ein Drittel der Mitgliedstaaten beteiligt ist. (33)
30. Die Mitgliedstaaten werden im Europäischen Rat von ihrem jeweiligen Staats- oder Regierungschef und im Rat von ihrer jeweiligen Regierung vertreten,[.].(34)
31. Die Entscheidungen werden so offen und bürgernah wie möglich getroffen.(34)
32. Durch Europäisches Gesetz werden die allgemeinen Grundsätze und die aufgrund öffentlicher oder privater Interessen geltenden Einschränkungen für die Ausbildung des Rechts auf Zugang zu solchen Dokumenten festgelegt.(35)
33. Durch Europäisches Gesetz oder Rahemngesetz werden Vorschriften[.] festgelegt.(36)
34. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von unabhängigen Behörden überwacht.(36)
35. Alle Einnahmen und Ausgaben der Union werden im Einklang mit Teil III für jedes Haushaltsjahr veranschlagt und in den Haushaltsplan der Union eingesetzt.(36)
36. Die in den Haushaltsplan eingesetzten Ausgaben werden für ein Haushaltsjahr entsprechend dem Europäischen Gesetz nach Artikel III-412 bewilligt.(36)
37. Damit die Haushaltsdisziplin gewährleistet wird, [.], dass die mit diesen Rechtsakten verbundenen Ausgaben im Rahmen der Eigenmittel der Union und unter Einhaltung des mehrjärigen Finanzrahmens nach Artikel I-55 finanziert wirden können. (36ff.)
38. Der Haushalt der Union wird unbeschad.et der sonstigen Einnahmen vollständigen aus Eigenmittel finanziert.(37)
39. Die Bestimmungen über das System der Eigenmittel der Union werden durch Europäisches Gesetz des Rates festgelegt. (37)
40. Im mehrjährigen Finanzrahmen werden die jährlichen Obergrenzen für die Mittel für Verpflichtungen je Ausgabenkategorie nach Artikel III-402 festgesetzt.(37)
41. Der mehrjährige Finanzrahmen wird durch Europäisches Gesetz des Rates festgelegt.(37)
42. Dieser beschließt einstimmig nach Zustimmung des Europäischen Parlaments, die mit der Mehrheit seiner Mitglieder erteilt wird.(37)
43. Der jährliche Haushaltsplan der Union wird durch Europäisches Gesetz nach Maßgabe des Artikels III-404 aufgestellt.(38)
44. Auf Initiative eines Drittels der Mitgliedstaaten oder auf Vorschlag der Kommision kann der Europäische Rat einen Europäischen Beschluss erlassen, mit dem festgelegt wird, dass [.] (39)
45. Der Rat kann mit qualifizierter Mehrheit einen Europäischen Beschluss erlassen, mit dem die nach Absatz 3 erlassenen Maßnahmen abgeändert oder aufgehoben werden, wenn in der Lage, die zur Verhängung dieser Maßnahmen geführt hat, Änderungen eingetreten sind.(39)
46. Das Abkommen wird nach Artikel III-325 Absatz 3 ausgehandelt. (40)
47. Es wird vom Rat im Namen der Union geschlossen, [.].(40)
48. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von einer unabhängigen Stelle überwacht. (43)
49. Das Recht, eine Ehe einzugehen , und das Recht, einen Familie zu gründen, werden nach den einzelstaatischen Gesetzen gewährleistet, welche die Ausübung dieser Rechten regeln.(43)
50. Die Freiheit der Medien und ihre Pluralität werden geachtet.(44)
51. Die akademische Freiheit wird geachtet.(44)
52. Die unternehmerische Freiheit wird nach dem Unionrecht und den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften und Gepflogenheit anerkannt.(45)
53. Geistiges Eigentum wird geschützt.(45)
54. Das Recht auf Asyl wird nach Maßgabe der Genfer Abkommens vom 28. Juli 1951 [.] gewährleistet. (45)
55. Ihre Meinung wird in den Angelegenheiten, die sie betreffen, in einer ihrem Alter und ihrem Reifengrad entsprechenden Weise berücksichtigt.(46)
56. Der rechtliche, wirtschaftliche und soziale Schutz der Familie wird gewährleistet.(48)
57. Die Mitglieder des Europäischen Parlaments werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier und geheimer Wahl gewählt. (50)

Vorgangspassivsätze im Präteritum
1. In diesem Zusammenhang erfolgt die Auslegung der Charta durch die Gerichte der Union und der Mitgliedstaaten unter gebührender Berücksichtigung der Erläuterungen, die unter der Leitung des Präsidiums des Konvents zur Ausarbeitung der Charta formuliert und unter der Veranwortung des Präsidiums des Europäischen Konvents aktualisiert wurden.(41)

Zustandspassivsätze im Präsens
1. Unbeschadet besonderer Bestimmungen der Verfassung ist in ihrem Anwendungfsbereich jede Diskriminierung verboten.(12)
2. Diese Rechte werden unter den Bedingungen und innerhalb der Grenzen ausgeübt, die in der Verfassung und durch die in Anwendung der Verfassung erlassen Maßnahmen festgelegt sind.(14)
3. Die auf diesem artikel beruhenden Maßnahmen dürfen keine Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten in den Fällen beinhalten, in denen eine solche Harmonisierung nach der Verfassung ausgeschlossen ist. (18)
4. Soweit in der Verfassung nichts anderes festgelegt ist, entscheidet der Europäische Rat im Konsens.(19)
5. Soweit in der Verfassung nichts anders festgelegt ist, beschließt der Rat mit qualifizierter Mehrheit.(20)
6. Gesetzgebungsakte der Union und der andere den nicht die Gesetzgebung betreffenden Tätigkeiten gewidmet ist.(21)
7. Soweit in der Verfassung nichts anderes festgelegt ist, darf ein Gesetzgebungsakt der Union nur auf Vorschlag der Kommission erlassen werden.(22)
8. Andere Rechtsakte werden auf der Grundlage eines Kommisionsvorschlags erlassen, wenn dies in der Verfassung vorgesehen ist.(22)
9. Vorbehaltlich des Buchstabes a ist jede der aufeinander folgenden .Kommissionen so zusammengesetzt, dass das demografische und geografische Spektrum des Gesamtheit der Mitgliedstaaten auf zufriedern stellende Weise zum Ausdruck kommt.(22)
10. Die Beschlussorgane der Europäische Zentralbank, ihre Zusammensetzung und ihre Arbeitsweise sind in den Artikel III-382 und III-383 sowie in der Satzung des Europäischen Systems der Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank festgelegt.(25)
11. Die Mitglieder der Ausschusses der Regionen und des Wirtschafts- und Sozialausschusse sind an keine Weisungen gebunden.(26)
12. Die Zusammensetzung dieser Ausschüsse, die Ernennung ihrer Mitglieder, ihre Befugnisse und ihre Arbeitsweise sind in den Artikeln III-386 bis III- 392 geregelt.(26)
13. Das Europöischen Rahmengesetz ist ein Gestzygebungsakt, der für jeden Mitgliedsaaten,an den es gerichtet ist, hinsichtlich des zu erreichenden Ziels verbindlich ist, jedoch den innerstaatlichen Stellen die Wahl der Form und der Mittel überlässt.(27)
14. Ist er an bestimmte Adressaten gerichtet, so ist er nur für diese verbindlich.(27)
15. Werden das Europöische Parlament und der Rat mit dem Entwurf einen Gesetzgebungsakts befasst, so nehemn sie keine Akte an, die nach dem für den betreffenden Bereich geltenden Gesetzgebungsverfahren nicht vorgesehen sind.(27)
16. Die wesentlioche Aspekte eines Bereichs sind dem Europäischen Gesetz oder Rahmengesetz vorbehalten und eine Befugnisübertragung ist für sie deshalb ausgeschlossen.(28)
17. Europäische Beschlüsse, die an keinen bestimmten Adressaten gerichtet sind, sowie Europäische Verordnungen werden vom Präsidenten des Organs, das sie erlassen hat, unterzeichnet.(29)
18. Europäische Gesetze und Rahemngesetze sind ausgeschlossen.(30)
19. Die Einzelheiten der Durchführung dieses Artikels sind in Artiekl III-329 vorgesehen.(31)
20. Eine Verstärkte Zusammenarbeit ist darauf ausgerichtet, [.].(32)
21. Der Europäische Beschluss über die Ermächtigugn zu einer Verstärkten Zusammenarbeit wird vom Rat als leztes Mittel erlassen, wenn dieser festellt, dass die mit dieser Zusammenarbeit angestrebten Ziele von der Union in ihrer Gesamtheit nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitraums verwirklicht werden können, und sofern an der Zusammenarbeit ein Drittel der Mitgliedstaaten beteiligt ist. (33)
22. An die im Rahmen einer verstärkten Zusammenarbeit erlassenen Rechtsakte sind nur die an dieser Zusammenarbeit beteiligten Mitgliedstaaten gebunden.(33)
23. Die Bürgerinnen und Bürger sind auf Unionsebene unmittelbar im Europäischen Parlement vertreten.(34)
24. Der Rat kann mit qualifizierter Mehrheit einen Europäischen Beschluss erlassen, mit dem die nach Absatz 3 erlassenen Maßnahmen abgeändert oder aufgehoben werden, wenn in der Lage, die zur Verhängung dieser Maßnahmen geführt hat, Änderungen eingetreten sind.(39)
25. Ein Staat, der aus der Union ausgetreten ist und [.]. (40)
26. Die Völker Europas sind entschlossen, [.].(41)
27. Die Ausübung dieser Rechte ist mit Verantwortung und mit Pflichten sowohl gegenüber den Mitmenschen als auch gegenüber der menschlichen Gemeinschaft und den künftigen Generationen verbunden.(41)
28. Menschenhandel ist verboten.(43)
29. Kinderarbeit ist verboten. (48)

Vorgangspassivsätze im Präsens mit Modalwort
1. Nach dem Grundsatz der begrenzten Einzelermächtigung wird die Union innerhalb der Grenzen der Zuständigkeiten tätig, sofern und soweit die Yiele der in Betracht gezogenen Maßnahmen von den Mitgliedstaaten weder auf yentraler noch auf regionaler oder lokaler Ebene ausreichend verwirklicht werden können, sondern vielmehr wegen ihres Umfangs oder ihrer Wirkung auf Unionsebene besser zu verwirklichen sind.(12)
2. Diese Maßnahmen mit europäischer Yielsetyung können infolgenden Bereichen getroffen werden.(17)
3. Soweit in der Verfassung nichts anderes festgelegt ist, darf ein Gesetzgebungsakt der Union nur auf Vorschlag der Kommission erlassen werden.(22)
4. In bestimmten, in der Verfassung vorgesehenen Fällen können Europäische.s Gesetz und Rahmengesetz auf Initiative einer Gruppe von Mitgliedstaaten oder des Europäischen Parlaments, auf Empfehlung der Europäischen Zentralbank oder Antrag des Gerichtshofs oder der Europäischen Investitionsbank erlassen werden.(27)
5. In Europäischen Gesetzen und Rahmengesetzen kann der Kommision die Befugnis übertragen werden,[.].(28)
6. Der Europäische Beschluss über die Ermächtigugn zu einer Verstärkten Zusammenarbeit wird vom Rat als leztes Mittel erlassen, wenn dieser festellt, dass die mit dieser Zusammenarbeit angestrebten Ziele von der Union in ihrer Gesamtheit nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitraums verwirklicht werden können, und sofern an der Zusammenarbeit ein Drittel der Mitgliedstaaten beteiligt ist. (33)
7. Sie gelten nicht als Besitzstand, der von beitrittwilligen Staaten angenommen werden muss.(33)
8. Damit die Haushaltsdisziplin gewährleistet wird, [.], dass die mit diesen Rechtsakten verbundenen Ausgaben im Rahmen der Eigenmittel der Union und unter Einhaltung des mehrjärigen Finanzrahmens nach Artikel I-55 finanziert werden können. (36ff.)
9. Darin können neue Kategorien von Eigenmittel eingeführt und bestehende Kategorien abgeschaft werden. (37)
10. Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt oder hingerichtet werden.(42)
11. Im Rahemn der Medizin und der Biologie muss insbesondere Folgendes beachtet werden:[.](42)
12. Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.(42)
13. Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaften gehalten werden.(43)
14. Niemand darf gezwungen werden, Zwangs- oder Pflichtarbeit zu verrichten.(43)
15. Diese Daten dürfen nur nach Treu und Glauben für festgelegte Zwecke und mit Einwilligung der betroffenen Person oder auf einer sonstigen gesetzlich geregelten legitimen Grundlage verarbeitet werden.(43)
16. Die Nutzung des Eigentums kann gesetzlich geregelt werden, soweit dies für das Wohl Allgemainhait erforderlich ist. (45)
17. Niemand darf in einen Staat abgeschoben oder ausgewiesen oder an einen Stat ausgeliefert werden, [.]. (45)
18. Zur Arbeit zugelassene Jugendliche müssen ihrem Alter angepasste Arbeitsbedingungen erhalten und vor wirtschaftlicher Ausbeutung und vor jeder Arbeit geschützt werden. (48)
19. Ein hohes Umweltschutzniveau und die Verbesserung der Umweltqualität müssen in die Politik der Union einbezogenen und nach dem Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung sichergestellt werden. (49)
20. Staatsgehörigen von Drittländern, die sich rechtmäßig im Hoheitsgebiet eines Mitgliedsstaats aufhalten, kann nach Maßgabe der Verfassung Freizügigkeit und Aufenhaltsfreiheit gewährt werden.(51)

ANHANG 2
Passivsätze aus der„Golf Betriebsanleitung“ (1990, 1 – 50)

Vorgangspassivsätze im Präsens
1. Dem Wagen werden zwei Schlüssel mitgegeben. (7)
2. Dieser Anhänger wird nach Auslieferung des Fahrzeuges nicht mehr benötigt.(7)
3. Über die Zentralverriegelung werden alle Türen, die Tankklappe und je – nach Stellung des Heckklappenschlosses – auch die Heckklappe gemeinsam ent- oder verriegelt.(8)
4. Wird der Sicherungsknopf in der Fahrertür von ihnen heruntergedrückt, sind alle Türen verriegelt. (8)
5. Bei waagerecht stehendem Schlüsselschlitz (a) wird die Heckklappen von der Zentralverriegelung automatisch ent- oder verriegelt. (8)
6. Dadurch wird verhindert, daß der Schlüssel im Lenkanlaßschloß vergessen wird. (9)
7. Von innen werden alle Türen durch Hineindrücken der Sicherungsknöpfe verriegelt. (9)
8. Wird der Habel unten am Türschloß in Pfeilrichtung geschwenkt – siehe Markierung am Türschloß – ist die Kindersicherung eingelegt. (9)
9. Die Fenster werden mit den Kurbeln in den Türverkleidungen geöffnet und geschlossen. (11)
10. Mechanisch von innen einstellbare Außenspiegel werden durch Schwenken der Hebel in den Türverkleidungen eingestellt. (12)
11. Normale Außenspiegel werden durch Schwenken des Spiegelhäuses eingestellt. (12)
12. Elektrisch einstellbare außenspiegel we.rden durch Schwenken des Knopfes in der Fahrertüverkleidung eingestellt.(12)
13. Wie Gurte richtig angelegt werden, ist auf den nächsten Seiten beschrieben. (13)
14. [.], damit kein Druck auf den Unterleib ausgeübt wird. (14)
15. Bei Ablegen der hinteren Dreipunktgurte wird das Gurtband durch die Radhausverkleidung sebsttätig in Richtung Seitenverkleidung abgewiesen, [.] (15)
16. Das Gurtschloß wird bei den Dreipunkt-Automatik bedient. (15)
17. Das Einstellen des Gurtes wird erleichtert, indem Schloßzunge und-knappe in Längsrichtung zusammengedrückt werden. (15)
18. Überschüssige Gurtlänge wird durch Verschieben des Kunststoffschiebers aufgefangen. (15)
19. Mit dem Gurthalter (gleizeitig Lehnenentriegelunghebel) wird bein zweitürigen Fahrzeugen das Gurtband in einen griffgünstige Position gebracht. (16)
20. Beide Stellmotoren für die Höheneinstellung werden durch eine elektrische Schmelzsicherung abgesichert, [.]. (18)
21. Während der Fahrt dürfen die Rückenlehnen nicht zu weit nach hinten geneigt werden, weil sonst sdie Wirkung der Sicherheitsgurte beeiträchchtigt wird. (19)
22. Bevor die Sitzbank wieder in die normale Sitzposition zurückgeklappt wird, müssen die am Wagenboden befestigen Sicherheitsgurt –Teile zwischen Sitzbank und Lehne durchgesetzt werden. (20)
23. Beim Öffnen der Heckklappe wird die Abdeckung mit angehoben.
24. Während der Fahrt werden die drei Vorwärtsgänge abhängig von der Motorbelastung und der Fahrgeschwindigkeit automatisch herauf- und heruntergeschaltet. (25)
25. Wird das Gas ganz weggenommen, [.]. (25)
26. Wird wieder Gas gegeben, kuppelt das Getriebe automatisch ein.(25)
27. Der 1. und 2. Gang werden abhängig von Motorbelastung und Fahgeschwinfigkeit automatisch herauf- und heruntergeschaltet. (26)
28. Dadurch wird die Motorbremswirkung erhöht. (26)
29. Dadurch wird die maximal mögliche Motorbremswirkung erreicht. (26)
30. Wird das Gaspedal über der Druckpunkt hinaus ganz durchgetreten, wird abhängig von Fahrgeschwinfigkeit und Motordrehzahl entweder das Hochschalten verzögert oder in den nächstniedrigeren Gang zurückgeschaltet. (26)
31. Das gilt auch, wenn der Wählenhebel von „P“ in „N“ gelegt wird.
32. Der Wählehebel läßt sich dann nur aus der Stellung „P“ herausnehmen, wenn das Bremspedal getreten und der Knopf im Wählhebel gedrückt wird. (26)
33. Dadurch wird erreicht, daß der Sperrmechanismus nicht zu stark belastet wird und die Parksperre sich leichter ausschalten läst. (27)
34. Solange vorgegläht wird, sollten keine größeren Verbraucher eingeschaltet sein –die Batterie wird sonst unnötig belastet. (28)
35. In dieser Stellung werden die Scheinwerfer auf Standlicht zurückgeschaltet und weitere größere elektrische Verbraucher abgeschaltet. (28)
36. Der Vergaser ist mit einer Kaltstartautomatik ausgerüstet, die durch das erste Niedertreten des Gaspedals ausgelöst wird. (29)
37. Die mit zunehmender Motorerwärmung ansteigende Leerlaufdrehzahl wird durch Antippen des Gaspedals gesenkt. (29)
38. Die erforderliche Vorglühzeit wird durch einen von der Kühlmitteltemperatur gesteuerte Vorglüh –Kontrolleuchte angezeigt. (31)
39. Der Kaltstartbeschleuniger wird eingeschaltet, wenn der Zuggriff neben der Lenksäule ganz herausgezogen wird. (31)
40. Nach längerer hoher Motorbelastung den Motor nicht sofort abstellen, sondern ca. 2 Minuten mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen, damit ein Wärmestau vermieden wird. (31)
41. Damit dabei der Fahrtwind zur Kühlung ausgenuzt wird, sind Leerlauf und Kriechfahrten zu vermeiden. (32)
42. Die Kontrolleuchte leuchtet bei einigeschalter Zündung, sobald die Handbremse angezogen wird. (35)
43. Das Zählwerk des Kurzstreckenzählers wird durch Drücken des Rückstellknopfes im Tachometer auf Null zurückgestellt. (37)
44. Durch kuzes Drücken, am besten mit einem Kugelschreiber, wird um jeweils eine Stunde bzw. Minute vorgestellt. (37)
45. Wird die Taste B länger als 1 Sekunde gedrückt, wird von der gerade angezeigten Funktion direkt auf d.ie Uhrzeit umgeschaltet.
46. Daraus werden die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit und der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch errechnet. (39)
47. Wird die Fahrt innerhalb von 2 Stunden nach Ausschalten der Zündung fortgesetzt,[.].
48. Bei einer Fahrunterbrechung von mehr als 2 Stunden wird der Speicher automatisch gelöscht. (39)
49. Wird einer der genannten Werte überschritten , wird der Speicher gelöscht und die Berechnung erfolgt von neuem. (39)
50. Der Speicher wird im Gegensatz zum Einzelfahrt – Speicher nicht nach 2 Stunden Fahrtunterbrechung gelöscht. (39)
51. Zur Abfrage der Daten werden die Speicher mit der Taste A im Scheibenwischerhebel angewählt. (40)
52. Die verbrauchte Kraftstoffmenge wird nicht angezeigt. (40)
53. Wird die Fahrzeugbatterie abgeklemmt, werden beide Speicher gelöscht. (40)
54. Die Uhrzeit wird auch bei ausgeschalteter Zündung angezeigt. (40)
55. In Tastenstellung 2 wird die Gesamtfahrtzeit aller Einzelfahrten angezeigt. (40)
56. Die Durchschnittgeschwindigkeit wird nach dem Einschalten der Zündung bzw. nach Löschen des jeweiligen Speichers bereits nach 10 Sekunden Fahrzeit und einer Strecke von 1000 Metern angezeigt. (41)
57. Die verbrauchte Kraftstoffmenge wird nicht angezeigt. (41)
58. Die Öltemperatur wird von +50 C bis +160 C angezeigt. (41)
59. Solange statt eines Wertes Striche angezeigt werden, ist der Motor noch nicht warm und darf deshalb nicht belastes werden. (41)
60. Sie werden nicht in den Fahrtspeichern gesammelt. (41)
61. Wird das Fahrzeug während der ersten 2 Sekunden gestartet, werden sofort die aktuellen Werte angezeigt. (43)
62. Die Genauigkeit der Tachometeranzeige wird von verschiedenen Falktoren beeinflußt wie z. B. der Reifengröße. (43)
63. Die Uhrzeit wird mit den beiden Druckknöpfen unterhalb der rechten schalterreihe eingestellt. (46)
64. Während des Tankens muß die Zündung ausgeschaltet sein, anderfalls wird nach dem Tanken der Tankinhalt erst nach längerer Zeit richtig angezeigt. (47)
65. Wird nur eine geringere Kraftstoffmenge nachgefüllt, verändert sich der Anzeigewert ebenfalls nur langsam. (47)
66. Dadurch wird vermieden, daß der Gegenverkehr mehr als unvermeidbar geblendet wird. (48)
67. Gleizeitig werden durch die richtige Scheinwerferstellung für den Fahrer bestmögliche Sichtverhältnisse geschaffen. (48)
68. Außenspiegeln werden die Spiegelflächen beheizt, solange die Heckscheibenbeheizung eingeschaltet ist. (49)

Vorgangspassivsätze im Präteritum

1. Sicherheitsgurte; die beschädigt sind oder während eines Unfalles beansprucht und dadurch gedehnt wurden, müssen erneuert werden – am besten von einem V. A. G Betrieb. (14)
2. Wenn während der Fahrt einmal versehentlich in „N“ geschaltet wurde, muß vor dem Wiedereinlegen eines VorwährtsfahrbereichesGas weggenommen und Leerlaufdrehyahl abgewartet werden. (27)

Vorgangspassivsätze im Perfekt
1. [.], auch wenn das Schloß abgeschlossen worden ist. (9)

Zustandspassivsätze im Präsens
1. Dort führt man auch die Montage fachgerecht aus und ist über zulässig technische Änderungen informiert. (2)
2. Wird der Sicherungsknopf in der Fahrertür von ihnen heruntergedrückt, sind alle Türen verriegelt. (8)
3. Bei senkrecht stehendem Schlüsselschlitz ist die Heckklappe nach dem Schließen dauernd verriegelt. (8)
4. Die Fahrtür läßt sich durch Hineindrücken des Sicherungsknopfes nicht verriegeln, solange sie geöffnet ist. (9)
5. Solange die Knöpfe hineingedrückt sind, lassen sich die Türen weder von ihnen noch von außen öffnen. (9)
6. Wird der Habel unten am Türschloß in Pfeilrichtung geschwenkt – siehe Markierung am Türschloß – ist die Kindersicherung eingelegt. (9)
7. Die Türöffnungshebel innen ist blockiert, [.] (9)
8. Nach Schließen der Motorraumklappe immer durch Anheben der Klappe prüfen, ob die Verriegelung eingerastet ist. (10)
9. Sollte während der Fahrt bemerkt werden, daß der Verschluß nicht eingerastet ist, [.]. (10)
10. Nur wenn die Symbolseite des Sicherheitssc.halters gedrückt ist, [.] (11)
11. Die Rückblickspiegel sollten vor Fahrtantritt richtig eingestellt werden, damit die Sicht nach hinten jederzeit gewährleistet ist. (12)
12. Deshalb sind diese Spiegel nur bedingt geeignet,[.]. (12)
13. Die elektrische einstellbaren Außenspiegel werden beheizt, solange die Heckscheibenbeheizung eingeschaltet ist. (12)
14. Größe Kinder dürfen Dreipunktgurte anlegen, wenn sichergestellt ist, [.]. (13)
15. Bei Fahrzeugen, die ab Werk nicht mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind, können anchträglich Gurte für alle Sitzplätze eingebaut werden. (14)
16. Nach dem Einstellen durch Zugprobe am Umlenkbeschlag prüfen, ob er sicher eingerastet ist. (15)
17. Außerdem sind die Stellmotoren mit einem Überlastungsschutz ausgestattet. (18)
18. Da die Regenrinnen strömungsgünstig in das Dach eingeformt sind, können herkömmliche Dachgepäckträger nicht verwendet werden. (22)
19. Bei Verwendung anderer Dachlassträger –Systeme oder bei nicht vorschriftsmäßiger Montage sind dadurch verursachte Schäden am Fahrzeug von der Gewährleistung ausgeschlossen. (22)
20. Ist bei stehendem Fahrzeug ein Fahrbereich eingelegt, darf auf keinen Fall unachtsam Gas gegeben werden. (27)
21. Das Fahrzeug setzt sich sonst sofort in Bewegung –unter Umständen auch, wenn die Handbremse fest angezogen ist. (27)
22. Der Vergaser ist mit einer Kaltstartautomatik ausgerüstet, die durch das erste Niedertreten des Gaspedals ausgelöst wird. (29)
23. Der Verfasser ist mit einer vollautomatisch arbeitenden Kaltstartautomatik ausgerüstet. (30)
24. Der Motor ist mit einer Benzineinspritzung ausgerüstet,[.]. (30)
25. Der Motor ist mit einer Vorglühanlage ausgerüstet. (31)
26. Die Anlage ist mit zwei automatisch arbeitenden Speichern ausgestattet. (39)
27. Außenspiegeln werden die Spiegelflächen beheizt, solange die Heckscheibenbeheizung eingeschaltet ist. (49)

Vorgangspassivsätze im Präsens mit Modalwort
1. Die Beifahrertür kann außerdem auch mit dem Schlüssel ent- oder verriegelt werden. (8)
2. Die Beifahrertür und die hinteren Türen können auch einzeln mit den Sicherungsknöpfen ent- oder verriegelt werden. (8)
3. Die Klappe kann dann nur mit dem Schlüssel entriegelt werden. (8)
4. Bei defekter Zentralverriegelung können alle Schlüsser – bis auf die Tankklappe – normal betätigt werden – siehe nächste Seite. (8)
5. Die Türöffnungshebel innen ist blockiert, die Tür kann nur von außen geöffnet werden. (9)
6. Mit dem Sicherheitsschalter in der Mittelkonsole können die Schalter in den hinteren Türen außer Betrieb gesetzt werden. (11)
7. Mit dem Hebel kann der Spiegel abgeblendet werden:[.]. (12)
8. Sollte die elektrische Verstellung der Spiegel einmal ausfallen, können die Spiegel von Hand durch Drücken auf den Rand der Spiegelfläche verstellt werden. (12)
9. In einigen Exportländern können Sicherheitsgurte verwendet werden, [.]. (13)
10. Babys bis zu etwa 8 Monaten können auch ineinem dafür besonders zugelassenen Rückhaltensystem auf dem Beifahrsitz mitgenommen werden. (13)
11. Das Gurtband darf nicht über feste oder zerbrechliche Gegenstände(Brillle, Kugelschreiben, Schlüsselbund, Tabkspfeife usw.. ) führen, weil dadurch Körperverletzungen verursacht werden können. (13)
12. Das Gurtband muß saubergehalten werden, da durch große Verschmutzung die Funktion des Gurtautomaten beeinträchtigt werden kann. (13)
13. Sicherheitsgurte; die beschädigt sind oder während eines Unfalles beansprucht und dadurch gedehnt wurden, müssen erneuert werden – am besten von einem V. A. G Betrieb. (14)
14. Bei Fahrzeugen, die ab Werk nicht mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind, können nachträglich Gurte für alle Sitzplätze eingebaut werden. (14)
15. Auf den Vordersitzen kann der Verlauf der Schulgurte mit Hilfe der Sitzhöhenverstellung bzw. einer Gurthöhenverstelung körpergerecht angepaßt werden. (14)
16. Ein Adapter zur Veränderung der Gurthöhe kann auch nachträglich eingebaut werden. (15)
17. Kopfstützen müssen der Kürpergröße. entsprechend eingestellt werden. (17)
18. Aus Sicherheitsgründen darf der Fahrersitz in Längrichtung nur bei sthendem Fahrzeug eingestellt werden. (18)
19. Aus Sicherheitsgründen darf die Höhe des Fahrersitzes nur bei stehendem Fahrzeug eingestellt werden. (18)
20. Während der Fahrt dürfen die Rückenlehnen nicht zu weit nach hinten geneigt werden, weil sonst sdie Wirkung der Sicherheitsgurte beeiträchchtigt wird. (19)
21. Die Kopfstützen müssen der Körpergröße entsprechend eingestellt werden. (19)
22. Sitz- und Lehnenflächen der Vordersitze können bei eingeschalteter Zündung elektrisch beheizt werden. (19)
23. Sitzpolster und Lehne können zum Vergrößern des Gepäckräumes vorgeklappt werden, [.]. (20)
24. Um Beschädigungen zu vermeiden, müssen vor dem Umklappen der Rücksitzlehne die Vordersitze so eingestellt werden, [.]. (20)
25. Bevor die Sitzbank wieder in die normale Sitzposition zurückgeklappt wird, müssen die am Wagenboden befestigen Sicherheitsgurt –Teile zwischen Sitzbank und Lehne durchgesetzt werden. (20)
26. Die Gepäckraumabdeckung kann zur Ablage von Kleidungstücken verwendet werden. (21)
27. Auf die Gepäckraumabdeckung dürfen keine schweren, harten Gegenstände abgelegt werden [.]. (21)
28. Soll sperriges Gepäck befürdert werden, kann die Abdeckung ausgebaut und hinter der Rücksitzlehne verstaut werden. (21)
29. Die zulaässigen Achslasten und das zulässige Gesamtgewicht dürfen auf keinen Fall überschritten werden. (21)
30. Das Ladegut muß so verstaut werden, daß [.]. (21)
31. Wenn Lasten auf dem Dach transportiert werden soll, [.]. (22)
32. Da die Regenrinnen strömungsgünstig in das Dach eingeformt sind, können herkömmliche Dachgepäckträger nicht verwendet werden. (22)
33. Das Dachlastträger –System muß genau nach den mitgelieferten Anweisungen befestigt werden. (22)
34. Dabei ist zu beachten, daß bei viertürigen Fahrzeugen hinteren Trägerfüße nur im Bereich der Türausschnitte montiert werden dürfen. (22)
35. Das Dachlasträger System muß genau nach den mitgelieferten Anweisungen befestigt werden. (22)
36. Der Rückwärtsgang darf nur bei stehendem Fahrzeug eingelegt werden. (24)
37. Beim Zurückschalten in den 4. Gang darf auf den Hebel keine Seitenkraft ausgeübt werden, da sonst der 2. Gabg eingelegt werden könnte. (24)
38. Die Parksperre darf nur bei stehendem Fahrzeug eingelegt werden. (25)
39. Vor dem Ein- und Ausschlaten der Stellung „ P“ muß die Sperrtaste im Wählhebelgriff gedrückt werden. (25)
40. Der Rückwärtsgang darf nur bei stehendem Fahrzeug und Leerlaufdrehzahl des Motors eingelegt werden. (25)
41. Zum Einlegen muß die Spertaste im Wählhebelgriff gedrückt werden. (26)
42. Der Motor kann nur in den Wählhebelstellungen „ N“ oder „ P“ angelassen werden. (26)
43. Ist bei stehendem Fahrzeug ein Fahrbereich eingelegt, darf auf keinen Fall unachtsam Gas gegeben werden. (27)
44. Wenn während der Fahrt einmal versehentlich in „N“ geschaltet wurde, muß vor dem Wiedereinlegen eines VorwährtsfahrbereichesGas weggenommen und Leerlaufdrehzahl abgewartet werden. (27)
45. Bai Fahrzeugen mit automatisvhem Getriebe kann der Motor nicht durch Anschleppen oder Anschieben des Fahrzeuges gestartet werden. (27)
46. Bei entlandener Batterie kann mit einem Starthifekhabel die Batterie eines anderen Fahrzeuges zum Starten benuzt werden. (27)
47. Vor jedem erneunten Anlassen muß der Zündschlüssel in Stellung 1 zurückgedreht werden. (28)
48. Die Anlaß –Wiederholsperre im Lenkanlaßschloß verhindert, daß der Anlasser bei laufendem Motor einspurt und dadurch beschädigt werden kann. (28)
49. Außerdem kann mit dem Zuggriff die Leerlaudrehzahl etwas angehoben werden, um eventuelle Fahrzeugvibration zu verringern. (31)
50. Sollten dann im Leerlauf Fahrzeugvibrationen auftreten, kann der Zugriff wieder soweit herausgezogen werden. (31)
51. Ist der Keilriemen gerissen, darf –außer bei 37-, 40- und 44-kW Benzinmotoren kann auch bei gerissenem Generator –Keilriemen normalerweise noch bis nächsten. V. A. G Betrieb weitergefahren werden. (33)
52. Bei betriebswarmen Motor leuchtet die Vorglühkontrolleuchte nicht auf – der Motor kann sofort angelassen werden. (33)
53. Das Fahrzeug kann jetzt nur mit der normalen Bremsanlage – also ohne ABS – gebremst werden. (35)
54. In den nächsten Gang darf frühestens geschaltet werden, wenn die Fahrgeschwindigkeit unter die Markierung abgesunken ist. (37)
55. Folgende Daten können aus den Speichern abgerufen werden. (40)
56. Beide Speicher können bei eingeschalteter Zündung in der jeweiligen Tastenstellung durch Drücken der Taste A über die Raststellung hinaus getrennt gelöscht werden. (40)
57. Solange statt eines Wertes Striche angezeigt werden, ist der Motor noch nicht warm und darf deshalb nicht belastet werden. (41)
58. Die Temperaturanzeige darf nicht als Eiswarner benuzt werden. (41)
59. Solange die Kühlmitteltemperatur nicht bis in den Warnbereich ansteigt, kann weitergefahren werden. (44)
60. Bei abweichenden Fahrzeugbeladungen können Zwischenstellung gewählt werden. (48)

Zustandspassivsätze im Präsens mit Modalwort
1. Der Sicherungsknopf muß dabei hochgezogen sein.
2. Aus Sicherheitsgründen muß die Motorraumklappe im Fahrbetrieb immer fest geschlossen sein. (10)
3. Das Gurtband darf nicht eingeklemmt sein und nicht an scharfen Kanten scheuern. (13)
4. Das Gurtband darf nicht verdreht sein.
5. Aus Sicherheitsgründen müssen die Vordersitzlehnen während der Fahrt immer verriegelt sein. (19)
6. Die Rücksitzlehne muß sicher eingerastet sein, [.]. (20)
7. Sollte der Motor trozdem nicht anspringen, kann die Schmelzsicherung für die Dieselvorglühanlage durchgebrannt sein. (31)
8. In der Mehrfachkammerleucht (Pfeil.) können folgende Kontrolleuchten enthalten sein [.]. (34)
9. Macht sich gleizeitig ein größerer Leerweg des Bremspedals bemerkbar, kann einer der beiden hydraulischen Bremskreise ausgefallen sein. (34)
10. Während des Tankens muß die Zündung ausgeschaltet sein, anderfalls wird nach dem tanken der Tankinhalt erst nach längerer Zeit richtig angezeigt. (47)
11. Die Schalter können aus technischen Gründen auch in einer anderer Reihenfolge eingebaut sein. (49)

ANHANG 3
Passivsätze aus der Zeitschrift „Spiegel“ (Nr. 32, 2002, 1 – 50)

Vorgangspassivsätze im Präsens
1. Wenn Unternehmen aus Kostengründen diese Selbsdarsteller engagieren, sind sie selbst daran schuld, wenn das Lachnummer und demotivierend erlebt wird. (12)
2. Warum werden denn nicht auch einmal die Leistungen der Apotheken thematisiert?(12)
3. Training wird heute als Geschäft und nicht als pädagogischer Prozess verstanden. (12)
4. Ganz im Gegensatz zur Regierung, wo dieses Votum ignoriert wird.(14)
5. Auch wenn mit modernsten Computertomografie – Diagnosegeräten die Strahlenbelastung reduziert wird und der Körper dieser auch nur im Sekundenbereich ausgesetzt ist. (14)
6. Dezember ihr neues Preissystem einführt, wird sich für die Kunden vieles verschlechtern.(18)
7. Die Wartezeit können sich die Statuskunden in speziell eingerichteten Wartelounges vertreiben, wo sie mit Champagner und Kanapees verwöhnt werden. (26)
8. Reicher werden belgische und niederländische Politiker durch diese Mehrarbeit bedingt.(28)
9. In Holland werden die Nebeneinkünfte vollständig auf die Diäten angerechnet.(29)
10. Meldet sich dann beispielweise der Abgeordnete Rexrodt öffentlich in Energiefragen zu Wort, kann jeder Interessierte wissen, dass der Mann nicht nur vom Bundestag, sondern auch von BP bezahlt wird. (33)
11. Mit Gysis Abgang werden die alten Vorurteile zurückkommen. (38)
12. Der Ausstoß der Rußpartikel wird so bis an die Grenze des Messbaren reduziert.(40)
13. Immerhin werden Sie selbst in der SPD sogar als möglicher Superminister für Wirtschaft aun Arbeit gehandelt. (42)
14. Als Manager werden Sie dagegen an den echten Ergebnissem Ihrer Arbeit gemessen. (42)
15. Wird Ihr Konzept nicht völlig überfrachtet?(42)
16. In Koranschulen werde gegen Wessten und unsere Lebenskultur a.gitiert, da werden Überlegenhaitsansprüche geltend gemacht, da wird die Ghettoisierung gefördert. (48)
17. In Hessen wird ab diesem Schuljahr in einigen Klassen Ethik mit Schwerpunkt Islam angeboten. (49)
18. Doch die Rebellion wird schnell erstickt. (49)
19. Es werden inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe gesehen. (50)

Vorgangspassivsätze im Präteritum
1. Unter dieser Prämise jedoch wurde Schröder 1998 gewählt. (8)
2. Der S:A: R: Rescue – Timer wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Geselschaftzur Rettung Schiffbrüchiger entwickelt. (19)
3. Vier Jahre zuvor hatten den „Sparlöwen“ der damalige bazerische Finanzminister Gerold Tandler bekommen, der später ausgerechnet wegen Steuerhinterzieung angeklagt wurde. (25)
4. Der konservative Oppositionsführer Iain Duncan Smith meldet, dass seiner Frau Kleider für offizielle Anlässe geliehen wurden.
5. Egal, ob der Hochintelligente, aber längst nicht so eloquente Fraktionschef und Finanzexperte harald Wolf, dem zunächst die besten Chancen zur Gysi – Nachfolge eingeräumt wurden,[.]. (38)
6. Der Wahlkampfauftakt wurde in einer Hauruck – Aktion auf diesen Montag vorverlegt.(40)
7. Bis vor kurzem wurde die Räckkehr der Wälfe nach sachsen noch gefeiert. (50)

Vorgangspassivsätze im Plusquamperfekt
1. Im Schwarzbuch war vermerkt worden, dass bei der Landesgartenschau zwölf japanische Koi – Karpfen in einem Tümpel ausgesetzt und kurz darauf gestohlen worden seien. (24)
2. Kurz zuvor war Edmund Stoiber gerade mit dem „Sparlöwen“ geehrt worden. (25)
3. Ihre Ansiedlung war von Tierfreunden Umweltschützer und Medien als Sieg der Natur gefeirt worden. (50)

Zustandspassivsätze im Präsens
1. Auch wenn mit modernsten Computertomografie – Diagnosegeräten die Strahlenbelastung reduziert wird und der Körper dieser auch nur imj Sekundenbereich ausgesetzt ist. (14)
2. Die Uhr dem Eingang der weißen Gründerzeitvilla in der Wiesbadener Adolfsallee 22 ist so auffällig angebracht, dass kein Passant sie übersehen kann. (24)
3. Spaltenlang ist dort etwa der Aktienbesitz des italienischen Premiers Silvio Berlusconi aufgelistet.(28)
4. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten müssen Parlamentarier nämlich nicht nur ihr Einkommen und ihr gesamtes Vermögen offen legen, auch die Annahme von Geschenken ist streng reglementiert. (28)
5. Langfristige Bindungen an Parteien sind am Ende der neunziger Jahre auf ein Maß geschrumpft, das jedem Wahlkampfmanager die Schweißperlen auf die Stirn treibt.(29)
6. [.]:künftig soll transparent gemacht werden, ob ein Abgeordneter neben Beruf und Mandat durch Berater- oder Gutachterverträge oder Nebentätigkeiten an Unternehmen, Verbände oder andere Interessengruppen gebunden ist. (29)
7. Zwar sind die Parlamentarier schon jetzt verpflichtet, ihre Nebenjobs dem Bundentagspräsideten anzuzeigen. (29)
8. In einigen Koranschulen sind die Kinder den ganzen Tag untergebracht, ständig unter Aufsicht der Hodschas, der religiösen Lehrer, mit wenig Kontakten nach draußen.(48)

Zustandspassivsätze im Präteritum
1. Der Agathon – Gesellschafter DBB war Firmengründer Hunziger nicht nur als Aktionär verbunden. (17)
2. Stoiber war nicht der erste prominente CSU – Mann , der die Auszeinnung erhielt. (25)
3. Bis zur Privatisierung der Lufthansa verteilen die Airline – Manager die Plastikkarte großzügig an Bundes- und Landespolitiker oder Verbandsfunktionäre, auch wenn die von der nötigen Mindestzahl an Flügen meilenweit entfernt waren. (27)
4. Gerade war es dem Anwalt gelungen, in der Wirtscheft das Feinbild PDS aufzuweichen. (38)
5. Für 2000 lag der geldwerte Vorteil unter dem freibetrag, das Dosier für 2001 war noch nicht abgegeben. (39)

Vorgangspassivsätzen im Präsens mit Modalwort
1. Aber „positives Denken“ muss natürlich kombiniert werden mit anderen Erfolgsprinzipen wie Ziele setzen, Ausdauer, Effizienz, ein gutes Umfeld.(12)
2. Ob der sich von der Bundestagswahl festlegt, ist ungewiss; zumindest das neue Preisgefüge soll daher. erst anschließend verkündet werden. (18)
3. Wer nur liest, nicht aber Daten ändert, kann offenbar nicht indentifiziert werden. (25)
4. Bundestagsabgeordnete oder ihre Mitarbeiter sollen nicht mehr von einfachen Call – Center – Agenten betreut, sondern müssen sofort zu Abteilungsleitern durchgestellt werden. (25)
5. In Belgien, Luxemburg und den den Niederlanden müssen Nebentätigkeiten etwa als Lobbzist nicht öffentlich gemacht werden. (28)
6. In Schweden sollen zusätzliche Einnahmen der Parlamentarier zwar in einem besonderen Register vemerkt werden, aber die Teilnahme ist freiwillig. (28)
7. [.]:künftig soll transparent gemacht werden, ob ein Abgeordneter neben Beruf und Mandat durch Berater- oder Gutachterverträge oder Nebentätigkeiten an Unternehmen, Verbände oder andere Interessengruppen gebunden ist. (29)
8. Nur die Nebentätigkeiten sollen publik gemacht werden. (32)
9. Er soll umgesetzt werden – und zwar schon zum 1. Januar 2003. (42)
10. Die soll sich künftig auf ihre Kernaufgabe beschränken, wesentliche Teile sollen in perivate Tochterfirmen ausgegliedert werden. (44)
11. Zusätzlich plädieren wir dafür, dass Über – 50 Jährige künftig generell befristet angestellt werden dürfen. (45)
12. Wenn sie das KfW – Darlehen mit ihrem Lohn teilweise selbst tilgen, kann die Zahlung in eine Beteiligung am Unternehmen umgewandelt werden. (45)
13. Da muss es eben reichen, dass ein Türkisch – Lehrer gut Deutsch spricht, damit er im Hauruck – Verfahren zum Islam – Lehrer weitergeschult werden kann. (49)

Vorgangspassivsätze im Präteritum mit Modalwort
1. Bereits Ende Juni 2001 , knapp ein Jahr nachdem Flugprämien erstmal an Dritte übertragen werden konnten, forderte Bundestagspräsident Thierse seine Kollegen auf, ihre Bonuspunkte verstärkt für Dienstreise zu nutzen. (27)

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