Die Übungsfirmen in Deutschland

Vokiečių kalbos referatas:

Die Übungsfirmen in Deutschland

Vilnius
2005

Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
EUROPEN 4
Die Übungsfirma 5
Übungsfirmenzentrale der bayerischen Wirtschaftsschulen (ÜBW) 6
Das Beispiel einer Übungsfirma 8
Schlussfolgerung 9
Literaturverzeichnis 10

Einleitung

Die Übungsfirma ist ein Lernort für die Aus- und Weiterbildung von Kaufleuten, in der berufspraktische Kenntnisse und Fertigkeiten handlungsorientiert vermittelt, erweitert und vertieft werden.
In einer Übungsfirma arbeiten Erwerbslose aus dem kaufmännischen Bereich. Ihr Einsatz dauert in der Regel sechs Monate. Falls jemand vor Ablauf des Praktikums eine Stelle findet – dies ist das Ziel der vorübergehenden Beschäftigung – kann er oder sie die Übungsfirma per sofort verlassen.
Die Übungsfirma arrbeitet auf der Grundlage von Lernzielvorgaben. Diese orientieren sich :
• an der geltenden Ausbildungsordnung
• an dem im Ausbildungsberuf geltenden Ausbildungsrahmenplan
• an ergänzenden Vorschriften oder an Qualifikationsbeschreibungen der Übungsfirmen-Träger.

EUROPEN
EUROPEN ist das weltweite Übungsfirmennetz, das aus 5.000 Übungsfirmen besteht und an dem insgesamt 42 Länder beteiligt sind.

Geschichte
EUROPEN wurde 1993 als EU-Projekt gegründet. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (45%) und des Landes Nordrhein-Westfalen (55%).
Der Ursprung der Übungsfirmen (in der Vergangenheit auch “fiktive Firmen” genannt) kann, mit Hilfe der Literatur, zurück bis zum 17. Jahrhundert verfolgt weerden. Im Jahr 1690 beschrieb Herr Lerice (Bürger von Danzig, Deutschland) in seinem Buch “Commission and Factory” die Komissionverhandlungen des erfundenen Geschäftsmannes, der Peter gennant wurde. Es gibt andere Bücher, die das Übungsfirmenkonzept erklären beispielsweise das von Herr Karl F. Barth de

er das folgende in 1776 schrieb: “Der Lehrer lässt sie eine Aktivität und einen Standort auswählen.; jeder von ihnen bekommt fiktives Kapital, Waren oder Wertpapiere.”

Die EUROPEN Struktur
Der Vorstand des Vereins besteht aus drei Zentralstellenleitern und wird jedes Jahr nach dem Rotationsprinzip entsprechend neu besetzt.

Die Koordinierungsstelle von EUROPEN hat ihren Sitz in Deutschland und ist unter anderem für Oeffentlichkeitsarbeit und die Koordination der einzelnen Zentralstellen zustnädig.

EUROPENs Mission
EUROPENs Mission ist den Aktivitäten der nationalen Übungsfirmennetzwerke durch Unterstützung, Weiterentwicklung und Koordination einen zusätzlichen Wert zu geben und das Konzept des Lernen in und von einer simulierten Geschäftswelt zu unterstützen und zu verstärken und die Anzahl der regionalen und nationalen Netzwerke zu erhöhen.

EUROPENs Ziele
• Erleichterung des Informationsaustausches
• Versorgung der Mitglieder mit innovativen Ausbildungswerkzeugen
• Public Relations für das Übbungsfirmenkonzept
• Repräsentation der Mitglieder auf verschiedenen Regierungsebenen und bei privaten Institutionen

Die Übungsfirma

Eine Übungsfirma ist ein simuliertes Unternehmen, das die reale Geschäftswelt widerspiegelt. Solche Firmen arbeiten wie wirkliche Unternehmen. Sie werden als Teil des Schulunterrichts von Schülern aufgebaut und betrieben. Die Rolle des Lehrers ist auf die Unterstützung der Schüler bei ihrer Arbeit begrenzt.

Übungsfirmen handeln mit anderen Übungsfirmen in einer simulierten Geschäftswelt. Das Netzwerk ÜBW – das bayerische Übungsfirmennetzwerk – interagiert mit innerdeutschen Übungsfirmen in Bayern, Thüringen und Sachsen sowie mit internationalen Ge

eschäftspartnern, wie z. B. in Österreich oder Italien.

Alle Waren, Geld und Dienstleistungen, die in diesem simulierten Marktumfeld gehandelt werden, sind fiktiv. Allerdings müssen jegliche getroffenen Entscheidungen und Handlungen mit denen der realen Geschäftswelt standhalten. Verschiedene Institutionen leiten bzw. kontrollieren die Geschäftsaktivitäten der einzelnen Übungsfirmen: Übungsamtsgericht mit Handelsregister, Banken und natürlich die einzelnen konkurrierenden Unternehmen der Übungsfirmen.

Übungsfirmen kommunizieren miteinander mit Hilfe von Briefen, Fax, E-Mail, Internetbasierten Diensten, wie beispielsweise Online-Shopping oder Online-Banking. Sie benützen die gleichen Kommunikationsmittel, die ein wirkliches Unternehmen benützen würde.

Das Fach “Übungsfirmenarbeit” will die “theoretischen” Fähigkeiten und Fertigkeiten, die die Schüler in den einzelnen Unterrichtsfächern erlernen, kombinieren. Die Mitarbeiter in den Übungsfirmen sollen diese dann praktisch anwenden. So werden die Schüler in den Bereichen Einkauf, Verkauf, Rechnungswesen/Controlling, Personalwesen/Lohn und Gehalt, Werbung und Projektplanung eingesetzt. Es werden Bestellungen, Auftragsbestätigungen, Mängelrügen oder Werbezettel geschrieben, Rechnungen und Gehälter gezahlt oder Marktforschung durchgeführt. Des weiteren lernen die Schüler das Arbeiten im Team und das selbständige Finden und Erarbeiten von Informationen. Eine Übungsfirma ist nicht ein in sich geschlossenes System. Jeder einzelne “Angestellte” erhält sein Feedback von seinen Kunden oder Wettbewerbern. Die Übungsfirmen sind mit modernster multimedialer Technik ausgestattet.

Die Arbeit in den Übungsfirmen ermöglicht es den Schülern, wichtige Fähigkeiten zu zu erlangen, di

ie sie später im Berufsleben benötigen. Zusätzlich bietet das Kennenlernen verschiedener Stellen den Schülern die Möglichkeit, die eigenen Begabungen und Interessen zu erkunden.

Übungsfirmenzentrale der bayerischen Wirtschaftsschulen (ÜBW)

Die Übungsfirmenzentrale der bayerischen Wirtschaftsschulen (ÜBW) wurde Anfang der 80er Jahre gegründet. Zu Beginn nahmen nur einige wenige Übungsfirmen im bayerischen Übungsfirmennetzwerk teil. Politische und curriculare Entwicklungen ließen die Anzahl der teilnehmenden Übungsfirmen auf heute nahezu 210 steigen.

Das Fach “Übungsfirmenarbeit” ist fester Bestandteil des Lehrplans für bayerische Wirtschaftsschulen. Die Schüler arbeiten hierbei zwei Jahre zu jeweils drei Wochenstunden in ihrer Übungsfirma. Während dieser Zeit lernen sie alle Abteilungen ihrer Firma kennen. Sie gewinnen dadurch einen guten Überblick über die Handlungsstrukturen und kaufmännischen Abläufe eines Großhandelsbetriebs.

Das bayerische Übungsfirmennetzwerk hat seinen Ursprung in Memmingen. Als Modellversuch begonnen, entwickelte sich von dort aus die Erfolgsgeschichte “Übungsfirmenarbeit”. Noch heute befindet sich der Sitz der Übungsfirmenzentrale der bayerischen Wirtschaftsschulen an seiner Geburtsstätte.
Die bayerische Übungsfirmenzentrale stellt den teilnehmenden Übungsfirmen eine simulierte Geschäftswelt zur Verfügung. Diese beinhaltet eine zentrale Postverteilung, eine Kreditkartenunternehmen, virtuelle Banken, Übungskranken- und -bausparkassen und weitere für die Simulation eines Unternehmens wichtige Einrichtungen.

Die Einführung eines Internet-Portals läutete eine neue Zeitrechnung in der Übungsfirmenarbeit ein. Die Mitarbeiter der Übungsfirmen können nun mittels des Internets z. B. Aufträge erteilen oder On

nline-Banking durchführen. Des Weiteren freut sich ÜBW über die Leittexte für die Übungsfirmenarbeit, eine Unterrichtshilfe, die die Schüler zu selbständigem Arbeiten anregt.

Die Übungsfirmenzentrale der bayerischen Wirtschaftsschulen betreut derzeit über 210 Übungsfirmen in den Bundesländern Bayern, Sachsen und Thüringen.

Das Beispiel einer Übungsfirma

Gründung und Aufgaben der x-spirit
Die x-spirit wurde im Oktober 1999 in Künzelsau gegründet. Wir sind ein Handelsbetrieb, der mit d-c-fix-Folien, Tischdecken und Tischsets handelt. Wir erhalten Anfragen, Aufträge und Bestellungen von anderen Übungsfirmen. Wir arbeiten also in einem Übungsfirmenmarkt zusammen. Dabei wird der gesamte für den Kaufmann wichtige Schriftverkehr (Warenbegleitpapiere, Angebote, Lieferscheine, Rechnungen, usw.) zwischen den Übungsfirmen ausgetauscht. Selbstverständlich werden die Dienstleistungen und Waren auch bezahlt, d. h., Güter- und Geldkreisläufe sind aus kaufmännischer Sicht vollständig.

Patenfirmen
Da wir selber keine Produkte produzieren haben wir Patenfirmen die uns ihre Produktpalette zu Verfügung stellen. Einige dieser Patenfirmen sind Adolf Würth GmbH & Co. KG, Gemü, R. Stahl AG, Reca Norm GmbH & Co. KG und K. Hornschuch AG, die uns mit Katalogen beliefert, uns auf Messen hilft und ausstattet mit z.B. Tüten und Krawatten.

Ziele in der Zukunft
Ziele der x-spirit sind lukrative Investitionen, Arbeitsplatzsicherung, Innovation im Handel.

Abnehmerkreis der x-spirit
Unsere Abnehmer sind z.B. Hotels, Restaurants, Versandhäuser, Online Shops. Potenzielle Kunden von uns sind außerdem alle Firmen die dem Partnerfirmenring angeschlossen sind.

Schlussfolgerung

In der Übungsfirma sind alle kaufmännischen Abteilungen eines Unternehmens vorhanden. Die Übungsfirmenteilnehmer übernehmen die Aufgaben der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und lernen so alle Funktionen eines kaufmännischen Betriebs kennen.

Ziel:

* praktisch und selbstständig arbeiten

* theoretische Kenntnisse in Teamarbeit umsetzen

* fächerübergreifend Wissen einsetzen

Literaturverzeichnis

 http://www.x-spiritgmbh.de
 “Die Uebungsfirmen” Florian Brandschutz
 http://www.europen.info/englisch/index.html
 www.uebungsfirmen.de
 www.vhs-deutschland.de

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