Apie Schumacheri

-Mittelschule

Projekt
Deutsche Berühmtheit

Vorgelegt: Asta Miekaityte
Geprüft: Lina Gradauskiene

2005
Name:
Michael Schumacher
Geburtsdatum:
03.01.1969
Geburtsort:
Hürth-Hermülheim (D)
Sternzeichen:
Steinbock (22.12 – 19.01)

Michael Schumacher (* 3. Januar 1969 in Hürth-Hermülheim), vielfach auch „Schumi“ genannt, ist ein deutscher Rennfahrer. Mit sieben Weltmeister-Titeln und der größten Anzahl errungener Grand-Prix-Siege ist er der erfolgreichste Formel-1-Pilot der Rennsportgeschichte. Darüber hinaus hält er gegenwärtig die meisten wichtigen Rekorde in den Formel-1-Statistiken. Außerdem war er zweimal Deutschlands Sportler des Jahres (1995 und 2004). Michael ist der ältere Bruder von Ralf Schumacher.

Seine Rennsport-Karriere begann Schumacher 1987 in der Formel König. 1988 wurde er Vizemeister in der Formel Ford unnd wechselte daraufhin in die Formel 3 zum Team seines Managers Willi Weber. Dort belegte er 1989 punktgleich mit Heinz-Harald Frentzen die Ränge hinter dem Meister Karl Wendlinger aus Österreich.
Für 1990 erhielt Schumacher einen Vertrag vom Mercedes-Junior-Team, das auf Sportwagen des Schweizers Peter Sauber Langstreckenrennen bestritt, unter anderem in Le Mans. Zu seinen jungen Kollegen gehörten Heinz-Harald Frentzen und Karl Wendlinger. Betreut wurden die Junioren unter Rennleiter Jochen Neerpasch von Formel-1-Veteranen wie Jochen Mass, die dem Nachwuchs alles über das Rennfahren beibrachten.
Die „Jungen Wiilden“ fuhren hier so genannte “Sportprototypen”. Diese Autos hatten eine Leistung von ca. 900 PS und waren so schnell wie ein damaliger Formel-1-Wagen. Schumacher, Frentzen und Wendlinger waren deshalb schon komplett ausgebildete Rennfahrer mit langjähriger Berufserfahrung, als sie der Formel-1 beitraten. Ne

ennenswerte Leistungsunterschiede waren bei den Dreien während ihrer gemeinsamen Zeit auf identischen Wagen kaum festzustellen.
Heinz-Harald Frentzen verließ Mercedes noch 1990 und wechselte zum Team Jordan in die Formel 3000. Parallel zum Sportwagen-Engagement errang Schumacher 1990 die deutsche Meisterschaft in der Formel 3, und gewann zudem das Internationale Rennen in Macao trotz Kollision mit Mika Häkkinen.
Der Sportwagen-Nachwuchs durfte beim Saisonfinale der DTM auf dem Hockenheimring teilnehmen, wo es um die Meisterschaftsentscheidung zwischen Fahrern der Marken Mercedes, BMW und Audi ging, die jeweils Gaststarter zur Unterstützung ihrer Titelfavoriten mitbrachten. Schumacher kollidierte in der allerersten Kurve mit dem BMW des Tabellenführers Johnny Cecotto, dessen Meisterschaftschancen damit verloren waren. Schumacher nahm nach dem Neustart nicht mehr am Rennen teil und erscheint in der DTM-Statistik somit nicht als Rennfahrer.
Dank eiiner Bürgschaft von Mercedes konnte Schumacher bei Testfahrten in Silverstone seine Eignung als Formel-1-Fahrer unter Beweis stellen. Jordans Stammfahrer Bertrand Gachot saß im Gefängnis, weil er einen englischen Taxifahrer mit Reizgas besprüht hatte, was im Vereinigten Königreich als Verstoß gegen das Waffengesetz gilt.
1991 sollte Schumacher Gachot in Spa ersetzen, und obwohl er dort noch nie gefahren war, versicherte sein Manager Willi Weber dem Teamchef Eddie Jordan, dass Schumacher den anspruchvollen Kurs aufgrund der Nähe zu seinem Heimatort Kerpen kenne. 2005 bekundete Jordan, da
ass Schumacher damals gar nicht seine erste Wahl gewesen sei – diese sei der Veteran Stefan Johannson gewesen – sondern dessen finanzielle Mitgift den Ausschlag gegeben hätte. Schumacher übernachtete in der Jugendherberge von Spa, wurde im Qualifying überraschend Siebter und fiel im Rennen 400 m nach dem Start mit Kupplungsschaden aus.
Nach nur einem Rennen warb das Team Benetton-Ford, das mit dem dreifachen Weltmeister Nelson Piquet schon mehrere Grand Prix gewonnen hatte, den Neuling von Jordan ab, um seinem bisherigen zweiten Piloten, Roberto Moreno, den Laufpass zu geben. Für Benetton errang Schumacher beim Großen Preis von Italien in Monza seine ersten beiden WM-Punkte. Sein Teamkollege Piquet hörte Ende 1991 auf, nach über 10 Jahren F1, drei WM-Titeln und mehreren Siegen für Benetton.
In der Saison 1992 fuhr Schumacher, nun die Nummer eins im Team, mit dem dritten Platz in Mexiko seinen ersten Podiumsplatz ein. Er gewann ein Jahr nach seinem Debüt in Spa dort und wurde somit dritter deutscher Formel-1-Sieger nach Wolfgang Graf Berghe von Trips (1961) und Jochen Mass (1975). Nigel Mansell wurde im Williams überlegen Weltmeister und wechselte in die USA.
Das Jahr 1993 war weniger erfolgreich für Schumacher und Benetton. Trotz technischer Experimente mit der Allradsteuerung und der aktiven Aufhängung, konnte Schumacher zunächst durch Fehler in Zweikämpfen die Erwartungen ni
icht erfüllen. Die fortwährenden Sticheleien aus der Richtung McLarens, die zu diesem Zeitpunkt mit Ayrton Senna den fast identischen Ford V8-Motor einsetzten, und forderten den “besseren” Motor auch dem erfolgreicheren Fahrer zu geben, schienen den Kerpener im direkten Duell mit Senna mehrmals nervös zu machen. Dennoch gewann er im Herbst nach packendem Kampf und guter Strategie gegen Alain Prost den Großen Preis von Portugal in Estoril, dem der zweite Platz zum Gewinn seiner vierten Formel-1-Weltmeisterschaft genügte. Senna hatte jedoch in der Formel-1-Saison 1993 mit den Großen Preisen von Interlagos, Donington Park, Monte Carlo, Suzuka und Adelaide gleich fünf Siege errungen und galt nach Auffassung der Fachjournalisten als der eigentlich beste Pilot der Saison. Prost, der nach einem Jahr Pause mit dem Williams quasi einen vorprogrammierten und aus Sicht seiner Kritiker glanzlosen Titel abholte, beendete anschließend seine aktive Laufbahn. Senna hingegen, der die mangelnde Kraft seines Motors und fehlende technische Hilfsmittel am Chassis für die Niederlage verantwortlich machte, wechselte nun seinerseits zu Williams, um im besten Team der letzten Jahre erneut Weltmeister werden zu können.
Für die Saison 1994 wurden die Regeln geändert, die Elektronik-Hilfen wurden abgeschafft, aber Tankstopps erlaubt. Sauber, das 1993 mit zaghafter Unterstützung von Mercedes in die Formel 1 eingestiegen war und 1994 mit We
erksmotoren von Mercedes ausgestattet wurde, ging mit den ehemaligen Nachwuchskollegen von Schumacher, Wendlinger und Frentzen an den Start. Bennetton gelang die Anpassung an die neuen Bedingungen am besten. Das Design des B194 mit der “höheren” Nase war ungewohnt, aber richtungweisend. Jedoch war Benetton nicht das erste Team mit hoher Nase. Die Grundidee lieferte Tyrrell bereits 1990.
Das Jahr begann für Schumacher sehr erfolgreich mit zwei Siegen, während der dreifache Weltmeister Ayrton Senna auf dem nicht mehr überlegenen Williams-Renault in den ersten zwei Rennen ausfiel.
Beim dritten Rennen in Imola (Italien) kam es im Training zu einem spektakulären Unfall von Rubens Barrichello (Brasilien) sowie zum tödlichen Unfall von Roland Ratzenberger (Österreich) im Qualifying. Im Rennen verunglückte Ayrton Senna aufgrund einer gebrochenen Lenkstange in der Tamburellokurve und zog sich tödliche Kopfverletzungen zu. Schumacher gewann erneut und führte die Weltmeisterschaft mit großem Vorsprung an. Doch der Verlust seines Idols war für Schmuacher sehr schwer zu verschmerzen, er überlegte zwischenzeitlich sogar mit dem Rennsport aufzuhören.
Aus Sicherheitsgründen wurden kurzfristige Änderungen an den Wagen (Begrenzung der Airbox, Einführung der limitierten hölzernen Bodenplatte, etc.), sowie den Strecken (Schikanen aus Reifenstapeln) eingeführt. Der weitere Verlauf der Saison war für das Team Benetton von diversen Skandalen überschattet: Disqualifikation von Schumacher in Silverstone wegen Missachtens von Flaggensignalen, Feuer beim Betanken von Jos Verstappens Wagen in der Boxengasse von Hockenheim auf Grund einer manipulierten Tankanlage, Disqualifikation nach Schumachers Sieg in Spa aufgrund zu stark abgeschliffener Bodenplatte (Seither streiten sich diverse Fangemeinden darüber, ob ein Dreher über die Begrenzungssteine dafür verantwortlich war oder der Wagen tatsächlich nicht regelkonform war). Zudem wurde Benetton verdächtigt, eine verbotene Traktionskontrolle eingesetzt zu haben. In den Schlagzeilen war vom “Schummel-Schumi” die Rede, als Schumacher für mehrere Rennen gesperrt wurde. Andere Stimmen beklagten, dass die FIA durch dieses Sperren die Weltmeisterschaft künstlich spannend halten wollte.
Das Team Williams, das nach Mansell und Prost mit Senna im dritten Jahr hintereinander einen erfahrenen Fahrer verlor, musste nach dem Schock des Unfalls wieder neu anfangen. Damon Hill, Sohn des Ex-Weltmeisters Graham Hill, konnte das Team wieder konkurrenzfähig machen und auch dank der Sperre seines Gegners zu Schumacher aufschließen.
Beim letzten Rennen in Australien machte der in der Weltmeisterschaft nur noch knapp führende Schumacher einen Fahrfehler und beschädigt die Hinterachse seines Wagens an einer Betonbarriere. Gleich darauf versuchte Damon Hill zu überholen, während Schumacher mit waidwundem Fahrzeug auf die Strecke zurückfuhr, wobei es zu einer Kollision kam. Der Brite fuhr weiter, Schumacher schied aus und wähnte am Streckenrand stehend mit versteinertem Gesichtsausdruck die Weltmeisterschaft verloren. Jedoch musste Hill nach dem Sicherheitsstopp in der Box aufgrund einer angebrochenen Aufhängung aufgeben, so dass Michael Schumacher seinen ersten Fahrer-WM-Titel erringen konnte. Der Titel blieb für die Presse aufgrund der Ereignisse im Jahr 1994 ohne echten Glanz.
Für die Saison 1995 bekam auch Benetton die starken V10-Motoren von Renault. Schumacher dominierte die Saison gegen Damon Hill. Schumacher gewann 9 Rennen und die Fahrer-WM. Der neue Teamkollege Johnny Herbert gewann sein Heimrennen in Silverstone sowie nach Ausfällen der Konkurrenz auch den Grand Prix von Monza. Der Konstrukteurs-WM-Titel ging somit erstmals an Benetton-Renault.

Auf Drängen von Berater Niki Lauda suchte das Team von Ferrari, das von Jean Todt neu aufgebaut wurde, den geeignetsten Fahrer. Da alle anderen Ex-Weltmeister zurückgetreten oder tot waren, kam nur Doppelweltmeister Schumacher in Frage, dem auch auf Betreiben Bernie Ecclestones für 1996 ein gutes Angebot gemacht wurde. Schumacher wechselte vom englischen Benetton-Team nach Italien, obwohl der Traditionsrennstall in den letzten Jahren technisch und organisatorisch hinterherhinkte, da u.a. ein klassisch starker, aber durstiger und schwerer V12-Motor verwendet wurde. Zum Wechsel Schumachers zu Ferrari titelte damals daher die Fachzeitschrift “Motorsport aktuell”: “Darf unser Schumi niemals wieder siegen?” Der neue Motor im F-310, der nun anstatt bisher 3500 Kubik (1994) nur noch 3000 haben durfte, wurde aber dank der Honda-Erfahrung eines japanischen Ingenieurs als V-10 ausgeführt, so dass dieser Nachteil wegfiel. Als großer Schwachpunkt erwiesen sich das Monocoque-Chassis des einstigen Star-Designers John Barnard, ein fehlerhafter Windkanal und die auf England (Chassis) und Italien (Gesamtpaket) verteilten Strukturen. Barnard hielt sich stark ans Reglement und verpasste dem Ferrari neben einer tiefen Nase breite Cockpit-Seitenwülste, die sich aerodynamisch katastrophal auswirkten, außerdem wurden die Lufthutze und die Seitenkästen nicht optimal angeströmt, sodass Schumacher auf den langen Geraden der meisten Grand-Prix-Kurse den Kopf zur Seite neigen musste, um ein besseres Anströmen der Airbox zu ermöglichen. Für die Chassis-Retouche wurde der erfahrene Minimalist Gustav Brunner verpflichtet, wodurch der Monoposto nach dem Spanien-Grand-Prix nun auch mit der im Trend liegenden “hohen” Nase eingesetzt wurde, um die Anströmung des Unterbodens zu verbessern. Erst nach der Formel-1-Saison 1996 bekannte der Kerpener, dass ihn allein der “Anblick dieses Bremsfallschirms”, wie er die Seitenwülste nannte, abgestoßen habe.
Dennoch konnte Schumacher im Regen-Rennen von Barcelona nach mäßiger Qualifikation einen überraschenden Sieg erringen, der das Team motivierte. Trotzdem gab es immer wieder Rückschläge, teilweise peinliche technische Probleme und Unzuverlässigkeiten. Aber auch der Kerpener machte Fehler, startete etwa in Monaco von der Pole-Position und setzte den Ferrari ohne Not in die Mauer, da er sich von dem Überfahren der Begrenzungslinie mehr Grip versprach. Da diese jedoch noch feucht war, trudelte er bereits in der ersten Runde ins Aus. Trotz zweier weiterer Siege konnte der Titelverteidiger nicht entscheidend in den Kampf um die Weltmeisterschaft eingreifen und verlor seinen Titel an Damon Hill. Der Wechsel wurde vielerorts als Fehler angesehen. Die zahlreichen Fans von Schumacher wechselten bei Kleidung, Mützen und Fahnen dennoch von den bunten Benetton-Farben zum einheitlichen Ferrari-Rot.
1997 wechselten auf Schumachers Veranlassung mit Renn-Ingenieur Ross Brawn und Konstrukteur Rory Byrne die “Hirne” seines alten WM-Teams Benetton zu Ferrari. Der neue Wagen war deutlich besser. Vor dem letzten Rennen in Jerez (Spanien) führte Schumacher nach Punkten die Weltmeisterschaft an, kollidierte aber beim Versuch, ein Überholmanöver abzuwehren, mit dem späteren Weltmeister Jacques Villeneuve und fiel aus. Im Gegensatz zu 1994 konnte jedoch der Titel-Rivale das Rennen mit genügend Punkten beenden und Weltmeister werden. Schumacher dagegen wurde von der FIA wegen Unsportlichkeit aus der Saisonwertung ausgeschlossen, verlor somit alle Punkte, behielt aber seine Erfolge für die Karriere-Statistik. Der zweite Williams-Fahrer, Heinz-Harald Frentzen, bis dahin 3. in der Weltmeisterschaftswertung, rückte somit auf den 2. Rang vor und wurde offizieller Vizeweltmeister des Jahres 1997.
Ab dem Jahr 1998 galten neue Regeln. Die Autos durften nur noch maximal 180 cm breit sein und mussten auf Rillenreifen anstatt der sonst im Rennsport üblichen profillosen Slicks fahren. Das Team McLaren-Mercedes sowie dessen Reifenlieferant Bridgestone kamen mit den Änderungen auf Anhieb gut zurecht und Mika Häkkinen wurde in den Jahren 1998 und 1999 jeweils Weltmeister durch spannende Entscheidungen im letzten Rennen, bei denen jeweils Ferrari den Kürzeren zog.
Das Rennen in Spa-Francorchamps 1998 wurde überschattet von einer Kollision, bei der der führende Schumacher im Regen auf den langsam fahrenden McLaren von David Coulthard auffuhr, der plötzlich vom Gas gegangen war, worauf Schumacher sein nun 3-rädriges Auto in der Box abstellte und wütend in die McLaren-Box zu Coulthard eilte. Einige Mechaniker verhinderten gerade noch ein Handgemenge zwischen den beiden. Beim Saisonfinale in Suzuka hatte Schumacher Pech, der Start misslang, zudem platzte bei der anschließenden Aufholjagd der Goodyear-Pneu des Ferrari.
Mitte des Jahres 1999 lag Schumacher acht Punkte hinter Häkkinen zurück, erlitt dann bei einem schweren Unfall in Silverstone infolge Bremsversagens einen Bruch des rechten Unterschenkels und musste für mehrere Rennen aussetzen. Da die WM für ihn verloren war, konzentrierte sich Michael auf seine Genesung, da er – wie die Presse forderte – Teamkollege Eddie Irvine beim Titelkampf noch unterstützen müsse. Die Adjutanten-Funktion übernahm unterdessen Mika Salo, der als Schumacher-Ersatz prompt in Hockenheim das Rennen anführte, den Sieg aber gemäß Teamorder Irvine überlassen musste. Die Konkurrenzfähigkeit des Ferrari in Händen dieser beiden Fahrer relativierte zunächst scheinbar die oft angenommene fahrerische Überlegenheit Schumachers, sodass die Gazzetta dello Sport titelte: “Was brauchen wir Schumi, wenn wir Eddie haben.”
Zudem war das WM-Rennen offen und spannend wie nie, mit Mika Häkkinen und Eddie Irvine durfte sich auch mit Jordan-Pilot Heinz-Harald Frentzen (mit zwei Siegen in der Saison) noch ein dritter Fahrer WM-Hoffnungen machen. In Monza fiel Häkkinen in Führung liegend nach Schaltfehler aus und brach in Tränen aus. Am Nürburgring kam es zu einem turbulenten Rennen; mehrere Fahrer fielen in Führung liegend aus, Irvine verlor Zeit und das Rennen an den Boxen, da sein Team beim Wechseln nur drei Reifen parat hatte! Schumachers Ex-Teamkollege Johnny Herbert gewann auf Stewart-Ford schließlich deren einzigen Grand Prix.
Beim Comeback von Schumacher kurz vor Saisonende in Malaysia überließ dieser den Sieg Irvine. Die beiden Ferraris wurden nach dem Rennen wegen nicht regelkonformer Windleitbleche disqualifiziert, später aber wurde der Doppelsieg wieder zuerkannt. Beim Saisonfinale besiegte Mika Häkkinen aus eigener Kraft die beiden Ferrari und wurde Weltmeister. Ferrari gewann trotzdem – auch dank des Ersatzfahrers Mika Salo – die Konstrukteurs-WM.
In der Saison 1999 wechselte auch Ferrari zur Reifenmarke Bridgestone. Der japanische Reifenhersteller entwickelte aber ab der Saison 2000 die Gummis nach zwei WM-Titeln von McLaren nun nicht mehr nur mit den Engländern zusammen, sondern auch mit den Italienern, was die Kräfteverhältnisse entscheidend beeinflusste. Schumacher holte in Monza mit seinem 41. Sieg Ayrton Senna in der Anzahl der Rennsiege ein, und vergoss aufgrund dessen Tränen. Mit weiteren Siegen in Indianapolis und beim vorletzten Rennen in Suzuka sicherte sich Schumacher in Japan den ersten Fahrertitel für Ferrari seit Jody Scheckter 1979. Der Konstrukteurs-WM-Titel wurde mit einem Sieg Schumachers beim Saisonfinale in Sepang verteidigt. Der neue Teamkollege Rubens Barrichello gewann in Hockenheim sein erstes Rennen, was den ersten Sieg eines Brasilianers seit Sennas Tod bedeutete.
Im folgenden Jahr, 2001, auf dem Weg zum 4. Titel, wurden von Ferrari neue Rekorde aufgestellt; Schumacher brach unter anderem den Rekord von Alain Prost mit den meisten Formel-1-Siegen (51).

2002 dominierte Ferrari die Formel 1 deutlich mit mehreren Doppelsiegen. Trotz der von insbesondere der Presse reklamierten Langeweile und der drückenden Überlegenheit der Roten musste Barrichello per Teamorder Schumacher in Österreich den Vortritt lassen, worauf die Siegerehrung unter Pfiffen abgehalten wurde. Der Wahlschweizer holte sich seinen fünften Titel bereits fünf Rennen vor Saisonende. Damit war der Rekord von Juan Manuel Fangio eingestellt. Der Argentinier holte jedoch seine fünf WM-Titel innerhalb von nur sieben Jahren und mit vier verschiedenen Fabrikaten, wobei er fast die Hälfte seiner Rennen gewann.

Mit Regeländerungen bei Punktevergabe und Startaufstellung wurde die Saison 2003 spannend gemacht. Am 12. Oktober 2003 avanciert Michael Schumacher zum erfolgreichsten Formel-1-Fahrer aller Zeiten, nachdem er im letzten Rennen der Saison in Suzuka (Japan) seinen sechsten Fahrer-Titel perfekt machte und gleichzeitig seinem Team Ferrari zur fünften Konstrukteursmeisterschaft in Folge verhalf.
Die Saison 2004 begann für Michael Schumacher am 7. März in Melbourne (Australien) gewohnt erfolgreich mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg vor Teamkollege Barrichello. Beim 14. Rennen der Saison im belgischen Spa wurde er durch einen zweiten Platz im 700. Grand Prix Ferraris vorzeitig zum siebten Mal Weltmeister. Michael Schumacher gewann 2004 13 von 18 Rennen und holte mit Ferrari erneut die Konstrukteursmeisterschaft.
Am 19. November 2004 wurde Michael Schumacher von den deutschen Fernsehzuschauern zum Sportler des Jahrhunderts ernannt und zum zweiten Mal nach 1995 zum Sportler des Jahres in Deutschland gewählt.
Die Saison 2005 sollte sich für Schumacher als die schwerste Herausforderung seit dem Wechsel zu Ferrari 1996 erweisen. Hatte Ferrari bis dato sowohl in Goodyear-Zeiten als auch in der Phase, als man zu dem japanischen Hersteller Bridgestone wechselte, nach Auffassung einiger Experten und insbesondere seiner Gegner es stets verstanden, seine Wünsche nach besonderen Reifenmischungen und -Formaten durchzusetzen, so stellte sich der mehrjährige Vorteil nun als Nachteil heraus. Nach dem Wechsel des Sauber-Teams ins Lager der Michelin-Rennställe, waren die Roten aus Maranello das einzige Spitzenteam, das die Hauptlast der Reifentests zu tragen hatte. Die beiden kleinen Privatteams Jordan und Minardi konnten dabei keine Rolle spielen, da für sie zusätzliche Reifentests finanziell nicht zu tragen waren.
Nach dem neuen Reglement musste ein Rennreifen sowohl das Qualifying als auch das gesamte Rennen halten. Ein Reifenwechsel war nur in Ausnahmefällen erlaubt, wodurch die zuvor bewährten Taktikszenarien, in denen man die Konkurrenz in den Vorjahren oft mit ungewöhnlich kurzen oder langen Turns düpiert hatte, entfielen. Außerdem zeichnete sich im Konstrukteursbüro die seit drei Jahren vorgezeichnete Generationsablösung an: Waren Schumachers vorherige erfolgreiche Monoposti in erster Linie von dem bewährten Rory Byrne entwickelt worden, so zeichnete für den F2005 Aldo Costa verantwortlich, der früher bei Minardi gearbeitet hatte. Bis zur Saisonmitte konnte der Ferrari F2005 die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Wie man bei Bridgestone nach den ersten beiden Rennen zugab, hatte man bei der Entwicklung zu konservativ gedacht. Für eine schnelle Runde kamen die Reifen nicht auf die notwendige Temperatur, um ausreichend Grip zu produzieren. Damit waren vordere Startplatzierungen meist unmöglich, auch wenn sich die Ferrari-Piloten im Rennverlauf meist steigern konnten.
Nach einem Zwischenhoch in Imola, wo er nach einer Aufholjagd vom 13. Startplatz erst durch den Führenden, Fernando Alonso, gestoppt wurde, setzte bald schon wieder die Ernüchterung ein. Imola mit seinem Stop-and-Go-Charakter hatte die Bridgestone-Walzen ausreichend auf Temperatur bringen können und die Schwierigkeiten bei der Straßenlage verdeckt. Ein weiterer zweiter Platz beim Grand Prix in Kanada, bei dem Schumacher mit einem zweiten Rang im Training bereits diese Schwäche abgelegt zu haben schien, wurde erst durch einige Ausfälle der Konkurrenz ermöglicht, da der Kerpener bereits nach 50 m an Grip verlor und sich längere Zeit auf dem fünftem Rang wieder fand. Erst im neunten WM-Lauf in Indianapolis erfuhr er in einem einsamen Rennen gegen nur fünf Gegner seinen ersten Saison-Sieg. Der Rest des Feldes nahm aufgrund einer durch Reifen-Probleme des Herstellers Michelin verursachten Absage der Michelin-bereiften Teams nicht am Rennen teil. Zwar wurde er in Magny Cours Dritter, bekannte aber nach dem Rennen, sich mehr ausgerechnet zu haben. Ein sechster Platz in Silverstone führte auch bei Teamleiter Jean Todt zu der gegenüber der Presse verkündeten Erkenntnis, dass an eine erfolgreiche Titelverteidigung 2005 nicht mehr zu denken sei. Zu groß sei der Entwicklungsvorsprung der anderen Teams und es seien nicht nur die Reifen, welche die mangelnde Performance der Scuderia Ferrari im Moment zu verantworten hätten. Auch beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim reichte es im Qualifikationstraining “nur” zum fünften Startplatz. Nach einem guten Start lag Schumacher zwar längere Zeit auf dem dritten, dank des Ausfalls von Kimi Räikkönen zwischenzeitlich sogar auf dem zweiten Rang. Er musste aber nach längerem Dagegenhalten Position um Position aufgeben, da der Grip seiner Reifen im Verlauf des Rennens erkennbar abbaute, so dass er von Juan Pablo Montoya, Jenson Button und Giancarlo Fisichella bis auf den fünften Platz durchgereicht wurde. Das Rennen in Ungarn ließ sich für Schumacher zunächst positiv an, der im Training überraschend die Pole herausgefahren hatte. Im ersten Drittel konnte der Kerpener die Pace mitbestimmen, um aber in den beiden letzten Renndritteln doch erneut ein Nachlassen des Grips anerkennen zu müssen und mit dem zweiten Rang hinter dem, wie entfesselten Kimi Räikkönen abzuschließen. Laut Jean Todt hätte man das Rennen nur dann gewinnen können, wenn die Wechselregelung nicht vorhanden wäre, aber nur daran müssten sich alle orientieren. Entgegen der sonstigen Tradition, das Ferrari auf neuen Rennkursen immer sehr gute Platzierungen erzielen konnte, vermochte man weder im Training noch im Rennen beim Großen Preis der Türkei konkurrenzfähig zu sein und schloss das Rennen mangels Grip und einer Kollision Schumachers mit Mark Webber auf abgeschlagenen Plätzen ab. Auch beim Großen Preis von Monza war Ferrari nicht konkurrenzfähig. Im Qualifying konnten Michael Schumacher und Rubens Barrichello zwar die Plätze 6 und 7 belegen, dies war jedoch nur aufgrund einer geringen Benzinmenge möglich. Im Rennen wurden die Ferrari kontinuierlich nach hinten durchgereicht. Die Plätze 10 für Schumacher und 12 für Barrichello waren das ernüchternde Ergebnis im Heim-Grand Prix von Ferrari. Mit diesem Ergebnis stand zudem auch fest, dass die Titelverteidigung nun auch rechnerisch nicht mehr möglich ist. Sein Nachfolger sollte Fernando Alonso werden, der sich trotz der Überlegenheit der McLaren Fahrer Kimi Raikönnen und Juan Pablo Montoya mit einem dritten Platz in Interlagos seinen ersten WM Titel sichern konnte und gleichzeitig zum jüngsten Formel 1 Weltmeister aller Zeiten wurde. Damit fand die “Ära Schumacher” nach 5 Weltmeistertiteln in Folge ein vorläufiges Ende.
Der siebenmalige Champ ist überzeugt, dass Ferrari in der Saison 2006 zurückschlagen kann. Michael Schumacher jedenfalls wird noch einmal voll angreifen. Mit seinem neuen Teamkollegen Felipe Massa wird er versuchen, erneut Weltmeister zu werden. Schumacher machte nach Ende der Saison 2005 keinen Hehl daraus, dass die beiden dritten WM-Plätze die Leistungen eher beschönigen. Die neuen Regeln dürften Ferrari wieder Vorteile bringen: Das freie Fahren in der Qualifikation mit allen Fahrzeugen liegt Schumacher sehr. Da Reifenwechsel auch wieder erlaubt sind, könnte sich Bridgestone Vorteile gegenüber Michelin zurückerobern. Dennoch schwebt über der Saison 2006 die Frage, ob es nicht seine letzte Saison bei Ferrari oder überhaupt sein könnte.

Privat: Michael Schumacher ist seit Spätherbst 1991 mit Corinna Betsch (* 2. März 1969), der Ex-Freundin von Heinz-Harald Frentzen, zusammen. Er heiratete sie am 1. August 1995 standesamtlich in Kerpen-Manheim. Die kirchliche Trauung fand vier Tage später in der Kapelle auf dem Bonner Petersberg statt. Sie haben zwei Kinder, Gina Maria (* 20. Februar 1997) und Mick (* 22. März 1999). Die Familie wohnt seit 1996 in der Schweiz, in Vufflens-le-Château. Dort spielt Schumacher auch bei einem Fußballverein der 3. Liga. Im Herbst des Jahres 2006 hat die Familie den Umzug in eine neue Villa in Gland geplant welche sich im Moment im Bau befindet. Das Grundstück befindet sich direkt am Genfersee.
Außerdem zieht sich Schumacher in seiner Freizeit gerne in ein Ferienhaus in Norwegen zurück. Dort kann er in Ruhe ausspannen und sich um seine Familie kümmern. Zu seinem Freundeskreis gehören nur wenige Vertraute aus den Anfängen seiner Ausbildung. In Fahrerkreisen pflegt er engere Freundschaften nur mit Aguri Suzuki, der ihm das Tauchen beibrachte, und Jos Verstappen, für dessen Karriere er sich mehrfach einsetzte.

Seit 1993 zeigt Michael Schumacher wie viele prominente Sportler ein deutliches Interesse daran, als Spender von größeren Summen und “Botschafter” für soziale Zwecke einzustehen. Waren es am Anfang Benefizfußballspiele an der Seite von internationalen Stars, womit er sich gleichermaßen den Traum des Hobbyfußballer erlauben konnte, mit einem Ronaldo auf dem Rasen zu spielen, so trat der Wahlschweizer nach dem Elbehochwasser 2002 auch bei der der verheerenden Flutkatastrophe in Indonesien und Thailand im Dezember 2004 als Großspender auf. In letzterem Fall war er persönlich betroffen, da einer seiner Leibwächter mitsamt seinen Söhnen Opfer der Flutwelle geworden war. Wichtig bei derartigen Spenden ist für Schumacher die Sicherheit, dass diese Gelder (10 Millionen Dollar) hierbei zweckgebunden für die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung verwendet werden.

Literatur

http://www.formel1saison.de/fahrer/fahrer_mschumacher.shtml
http://www.gilthserano.de/bio/sport/bio-schumacher.html
http://www.formula-1.ch/schumi/bioms.htm

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